Überzeugter und überzeugend handelnder Sozialdemokrat

Veröffentlicht am 13.05.2019 in Ortsverein

Foto: Vanessa Bausch

Altgemeinderat Gerd Dember feierte 85. Geburtstag / Große Verdienste auch im SPD-Vorstand

Er zählt sicherlich zu den profiliertesten Kommunalpolitikern der letzten fünf Jahrzehnte im Ort und hat maßgeblich dazu beigetragen, die Gemeinde gerade in den 70er und 80er Jahren in der Ära von Bürgermeister Fritz Kaiser die Gemeinde infrastrukturell und mit Einrichtungen der Daseinsvorsorge zeitgemäß aufzustellen und die Wohnqualität erheblich zu steigern: Gerd Dember, der am 11. Mai seinen 85. Geburtstag feierte.

Dember ist gewissermaßen ein "Urgestein" der Sozialdemokratie, der einer sozialdemokratischen Familie entstammt und der sich unmittelbar nach dem Krieg der Jugendorganisation "Falken" anschloss. Er wurde immer geleitet von den zentralen Anliegen Frieden, Freiheit, Gleichheit und soziale Gerechtigkeit. 1961 trat er  in die SPD ein und nach seinem berufsbedingten Umzug vom westfälischen Schwelm an die Bergstraße im Jahr 1962, den seine Eltern bereits vollzogen hatten, engagierte er sich unmittelbar in der Partei am neuen Wohnort. Er baute eine Jungsozialistengruppe mit auf und war von 1964 bis 1966 auch Juso-Kreisvorsitzender. Von 1964 bis 1974 gehörte Dember auch dem SPD-Kreisvorstand an.

In Laudenbach wurde Dember 1964 in den SPD-Vorstand gewählt und übernahm 1970 für zehn Jahre den Vorsitz, ehe er weitere 15 Jahre als stellvertretender Vorsitzender wirkte. Hier setzte er bleibende Akzente. Vor 50 Jahren erschien die erste Informationsschrift "Laudenbach heute und morgen" und er hatte maßgeblichen Anteil an rund 50 regelmäßig erschienenen Ausgaben. Vor 49 Jahren war er der Hauptinitiator des ersten Waldgrillfestes. Nach dem großen Erfolg folgten weitere Vereine und dies mündete letztlich in den Bau des Waldgrillplatzes und der Schutzhütte, die später nach dem verdienstvollen Vorsitzenden des Singvereins und Hauptverantwortlichen für den Bau, Alfred Nagler, benannt, wurde. Als Christel Masseck, eine langjährige Wegbegleiterin und persönliche Freundin Dembers, nach Würselen verzog, übernahm er deren Erbe als Sprecher der rührigen Arbeitsgemeinschaft 60 plus im SPD-Ortsverein, ehe er dieses Amt an seinen Wunschnachfolger Herbert Bangert weitergab, aber als dessen Stellvertreter sich weiterhin einbrachte.  Dember gehörte von 1973 bis 1999 dem Gemeinderat an und war viele Jahre auch Fraktionsvorsitzender. Er führte dieses Amt mit viel Sachverstand und Weitsicht, aber auch der Bereitschaft zu Kompromissen. Für sein langjähriges kommunalpolitisches Engagement wurde ihm die Ehrenmedaille des Gemeindetags Baden-Württemberg verliehen. Die SPD würdigte ihn als erste Persönlichkeit am Ort mit der Willy-Brandt-Medaille.

Dember war gemeinsam mit Fritz Kaiser und Günter Wind einer der Erbauer der Partnerschaft mit Ivry-la Bataille. Er pflegte über viele Jahre enge Kontakte in die Partnergemeinde und gehörte dem Partnerschaftsausschuss an. Als 1989 die innerdeutsche Mauer fiel, knüpfte er für seinen Ortsverein Kontakte in das thüringische Straußfurt und war der Wegbereiter für eine Unterstützung der dortigen Sozialdemokraten bei deren Aufbau der neuen Strukturen.

Nach seinem kommunalpolitischen Engagement widmete sich Gerd Dember in der Nachfolge des unvergessenen Georg Bickel der örtlichen Arbeiterwohlfahrt. Er übernahm 1999 den Vorsitz, bildete einen neu strukturierten Vorstand und setzte neue Schwerpunkte. Unter dem Motto "Donnerstag ist Awo-Tag" wurden regelmäßige Seniorentreffen im eigenen Haus organisiert und Halbtagsfahrten angeboten. Beide sind auch heute noch elementare Bestandteile der örtlichen Awo-Arbeit. In seiner neunjährigen Amtszeit konnte er die Rückübertragung des Awo-Hauses in Ortsvereinseigentum und die Eintragung als eingetragener Verein erwirken. Die Arbeit der neuen Ortsvereinsführung mündete in einen erheblichen Mitgliederzuwachs. 2014 wurde Dember aufgrund seiner Verdienste für den Ortsverein zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zu seinem 80. Geburtstag vor fünf Jahren verlieh ihm die Gemeinde die Verdienstnadel für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement, auf das seine Partei und die Arbeiterwohlfahrt auch heute noch zählen können. Zu der großen Gratulantenschar, die sich am Ehrentag bei Gerd Dember einfand, zählten selbstverständlich auch die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Vanessa Bausch, der Sprecher der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus und langjährige Weggefährte Dembers, Herbert Bangert und Awo-Vorsitzender und früherer SPD-Ortsvereinsvorsitzender Hans-Jürgen Moser.

 
 

Termine

Alle Termine

Mitmachen

Mitmachen - gegen Hetze

Facebook

Aktuelles

Weitersagen