Superwetter - Superbesuch - Superstimmung beim SPD-Maigrillfest in Laudenbach

Veröffentlicht am 03.05.2019 in Ortsverein

Dominique Odar und Vanessa Bausch. Bild: Sven Olthoff

Traditionsveranstaltung des SPD-Ortsvereins mit politischer Prominenz

LAUDENBACH. Die Frühlingssonne und die Gesichter der Verantwortlichen strahlten um die Wette. Das traditionelle Grillfest des SPD-Ortsvereins am "Tag der Arbeit", das zum vierten Mal im Sportgelände stattfand, erfreute sich großartiger Resonanz. Viele Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf,  wobei der Andrang in der Mittagszeit insbesondere an den Grills so stark war, dass Wartezeiten nicht zu verhindern waren.

Neben den Grillspezialitäten hatten die Mitglieder und Freundinnen des Ortsvereins für eine bunte Salattheke gesorgt und zusätzlich ein breites Kuchenangebot geschaffen. Während die Erwachsenen das Angebot an Speis und Trank genossen, nutzten die Kinder das Sportgelände zum Fußballspiel oder tobten auf dem zugehörigen Spielplatz. Insgesamt war es ein Bilderbuchablauf und mit über 500 Besuchern, darunter auch der Bundestagsabgeordnete Lothar Binding und Bürgermeister Hermann Lenz, sicherlich eines der erfolgreichsten Feste in der langen Geschichte dieser Veranstaltung, die 1970 mit einem Waldgrillfest, damals noch unterhalb des Kreuzbergs und noch nicht am 1. Mai, begann und deshalb im kommenden Jahr das halbe Jahrhundert voll machen wird.

Bewusst wurden die politischen Reden kurz gehalten, damit ausreichend Raum für Gespräche blieb, wobei auch die Gelegenheit bestand, die Kandidaten für die anstehenden Kommunalwahlen kennenzulernen, die sich allesamt in rote T-Shirts gehüllt hatten.

Die Ortsvereinsvorsitzende Vanessa Bausch begrüßte am frühen Nachmittag die Gästeschar und wies darauf hin, dass der "Tag der Arbeit" für Sozialdemokraten ein besonders wichtiger Tag sei, an dem man an die sozialpolitischen Errungenschaften, die man zum großen Teil auch der Gewerkschaftsbewegung verdanke, in den Mittelpunkt rücke.

Der Landtagsabgeordnete Gerhard Kleinböck forderte auf, die Menschen von der Bedeutung Europas zu überzeugen. Für ihn sei es der größte Erfolg, dass man in Deutschland zwischenzeitlich über 70 Jahre in Frieden leben könne. Es sei ein weiteres wichtiges Grundversprechen, das die Gründerväter einst gegeben hätten, nämlich die Gewährleistung von Freiheit, wobei man sich immer vor Augen führen müsse, dass viele Menschen auf der Welt in Unfreiheit lebten. Ein weiterer Baustein sei das Versprechen "Wohlstand für alle", wobei gerade Deutschland von der Prosperität des über 450 Mio Menschen umfassenden prosperierenden  Marktes profitiere. Jetzt gelte es, verstärkt das "solidarische Europa" in den Fokus zu nehmen und der sozialen Ausgestaltung verstärkte Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Kandidatin für die Wahlen zum Europaparlament, Dominique Odar, führte zunächst aus, dass sie als Vertreterin der jüngeren Generation in einer privilegierten Zeit aufgewachsen sei. Während ihre Vorfahren zwei oder einen Weltkrieg durchlitten hätten, habe sie noch keinen Krieg erleben müssen. Auch sie sah in der Erhaltung des Friedens die größte Leistung der Gemeinschaft, wünschte sich aber nach der Umwandlung von der Wirtschafts- in  eine Wertegemeinschaft jetzt die Hinwendung zur Sozialgemeinschaft.

Gerade am "Tag der Arbeit" forderte sie, dass jeder von seiner Arbeit leben können müsse und dies gelte nicht nur für die Phase der Beschäftigung, sondern auch für die anschließende Zeit des Rentenbezugs. Sie kritisierte die Ungleichheit zwischen Mann und Frau nicht nur bei den Löhnen und Gehältern, sondern auch bei den daraus resultierenden Renten, was dazu führe, dass Altersarmut überwiegend weiblich sei. Es sei hohes Gebot, für die Jugend, die derzeit polarisiere und für den Klimaschutz auf die Straßen gehe, eine friedvolle und soziale Zukunft in Europa zu gewährleisten.

Mit Blick auf die Kommunalwahlen führte sie aus, dass es hier darum gehe, Nachbarschaft zu gestalten. In Europa seien die Nachbarn etwas weiter weg, aber auch hier gehe es um ein funktionierendes Miteinander, wobei sie die Bedeutung von Austauschprogrammen sowohl für Jüngere wie auch Ältere unterstrich, die dafür sorgten, die Nachbarn besser kennenzulernen.

 
 

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