Stellungnahme der Gemeinderatsfraktion Laudenbach zur Schulentwicklung im Schulverband

Veröffentlicht am 02.12.2017 in Gemeinderatsfraktion

Der Schulverband hat mit den drei Verbandsgemeinden sehr intensiv einen Moderationsprozess geführt. Beim Zustandekommen gab es eine Prämisse, dass alle Schulabschlüsse im Schulverband möglich sein müssen. Vor diesem Hintergrund haben wir uns mit der Schulentwicklung befasst.
Am 29.5. haben sich besorgte Eltern, Schülerinnen, Schüler und das Kollegium der Carl-Engler-Realschule an die Gemeinderäte der Städte Weinheim, Hemsbach und der Gemeinde Laudenbach gewandt.
Die in diesem Brief aufgeführten Sorgen und Wünsche nehmen wir sehr ernst.
Wenn eine Schule schließen soll, so ist das durchaus nicht schön und mit vielen Sorgen verbunden. Wir hoffen, dagegen aufzeigen zu können, wie unbegründet so manche Bedenken sein können.

An unserer Gemeinschaftsschule haben wir Lehrer mit Ausbildung für alle drei Schularten. Die Fachlichkeit ist zu 100% gewährleistet. Nach der 10. Klasse ist eine Mittlere Reife-Prüfung genauso durchführbar, wie an jeder anderen Realschule auch.
Die Lehrerschaft ist hoch motiviert. Sie wissen, dass Gemeinschaftsschule ein großes Maß an Mehrarbeit bedeutet. Eine neue Schulart bringt auch neue Möglichkeiten mit sich.
Die heute in der Realschule angemeldeten Jugendlichen werden noch an ihrer Schule den Abschluss machen können. Spätestens nach 5 Jahren wird die Realschule in die Gemeinschaftsschule übergehen.
Die Entwicklung der Schülerzahlen zeigt heute deutlich 6 Züge für die weiterführenden Schulen voraus. Näheres dazu wurde in der Neugestaltung der Verbandumlagen nach Schülerzahlen ausgeführt.
Endlich erhielten wir nun auch die lange geforderte Übersicht zum Kostenrahmen, mit detaillierter Aufschlüsselung – vielen Dank dafür! Die noch vor wenigen Monaten genannten 30 Mio Euro sind damit inzwischen weit überschritten.
In dem erstellten Brutto-Kostenrahmen des Ing-Büros Harrer wird deutlich, dass die Baukosten für die 6-zügige Variante rund 9,1 Mio Euro günstiger werden, als die 7-zügige. Nicht diese Kostenersparnis hat uns beeindruckt, sondern die mit der Gemeinschaftsschule einher gehenden besseren Lernchancen, die zu mehr Bildungsgerechtigkeit führen werden.
Die nun veranschlagten Gesamtkosten von über 53 Mio Euro werden eine Investition für die nächsten mindestens 40 Jahre sein.
Unsere Entscheidung ist vollkommen unabhängig von der Zusage des BM bei der Schulveranstaltung am 19.5. Die SPD Fraktion hat sich sehr intensiv mit den Vor- und Nachteilen einer 6- bzw. 7-zügigen Lösung befasst. So kamen wir zu dem Ergebnis, uns für die 6-zügige Lösung zu entscheiden.

 
 

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