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SPD Laudenbach: Tierschutz in Laudenbach / SPD Fraktion hilft

Veröffentlicht am 21.06.2022 in Gemeinderatsfraktion

Ein altes Sprichwort besagt: „Wenn eine Schwalbe am Haus brütet, geht das Glück nie verloren.“

Schwalben sind nach §44 Bundesnaturschutzgesetz, geschützte Tiere. Sie sind ortstreu und kommen Ende März bis Anfang Mai aus ihrem Winterquartier südlich der Sahara zu uns zurück. 1989 waren über 60 Paare Rauch- und Mehlschwalben in Laudenbach heimisch. Inzwischen sind es viel weniger, die den Weg hierher finden, auch weil es immer weniger Fluginsekten gibt. Meist jagen sie in Gesellschaft anderer Schwalben den ganzen Tag Insekten. Sie flitzen in wahnsinnigem Tempo kurvenreich, mit viel Gezwitscher durch grüne Ortsbereiche und angrenzende Felder und Gewässer.

Der Nestbau, für den die Vögel Lehm benötigen, beginnt Mitte April und die Eiablage folgt Mitte Mai. Die Brutzeit beträgt ca. 3 Wochen und die 2 bis 5 Jungtiere werden 3 bis 4 Wochen gefüttert. Manchmal reparieren die Schwalben ihre Nester und brüten im Juli noch ein zweites Mal, ehe sie Mitte September bis Mitte Oktober wieder nach Afrika fliegen. Wegen plötzlichem Wintereinbruch wurden in Deutschland 1974 über eine Million Tiere eingesammelt und über die Alpen gebracht. (Quelle: NABU)

Gerlinde Brümmer Grötsch aus Laudenbach setzt sich aktiv für den Erhalt der Tiere und ihren Lebensbereich ein. Da Lehm in der Natur immer weniger zu finden ist, hat sie Lehmkuhlen angelegt, die sie regelmäßig mit Wasser füllt. Sie dienen den Schwalben als Baumaterial für ihre Nester und auch anderen Vögeln, Wildbienen und Hummeln als Tränke. Aus 1500 kleinen Lehmkügelchen entsteht unter Dachüberständen ein kunstvolles Bauwerk für den Nachwuchs. Eine dieser Kuhlen hatte Brümmer Grötsch im hinteren Bereich des Bahnhofsvorgeländes eingerichtet, weil sich am ehemaligen Bahnhofsgebäude Schwalben eingenistet hatten. Jedoch wurde hier das Zwischenlager einer Baufirma eingerichtet. Die Kuhle lag plötzlich mitten in der Fahrbahn der Baufahrzeuge und wurde zerstört.

Nachdem sie die Stelle dreimal erfolglos wieder hergestellt hatte, holte sich die Vogelschützerin Rat und Hilfe bei der SPD-Fraktion. Gemeinderat Bernd Hauptfleisch erklärte sich direkt bereit, mit ihr eine Lösung vor Ort zu finden. Nach einem Ortstermin am nächsten Tag beschloss man, die Lehmkuhle um 5 Meter zu verlegen, sodass sie genug Abstand zur Fahrbahn hat. Brümmer-Grötsch und Hauptfleisch setzten dies gleich in die Tat um. Mit Pickel und Schaufel ausgestattet, versetzten beide die Kuhle an den Rand des Geländes.

Gerlinde Brümmer-Grötsch und die SPD-Fraktion hoffen nun, dass die Schwalben die neue Stelle gut annehmen werden.