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SPD Laudenbach: Steuerfachwirtin Vanessa Bausch informierte über die Grundsteuer-Erklärung

Veröffentlicht am 16.10.2022 in Ortsverein

Das Angebot des SPD-Ortsvereins, im Vorfeld des Ablaufs der Abgabefrist der Grundsteuererklärung am 31. Oktober noch Gelegenheit zu geben, sich unter dem Motto "Grundsteuer - wie mach' ich das?" zu informieren und dabei auch individuelle Fallkonstellationen besprechen zu können, stieß auf großes Interesse, was auch zeigt, dass viele Grundstückseigentümer bislang ihre Erklärung noch nicht abgegeben haben. Co-Ortsvereinsvorsitzender Sven Olthoff freute sich in seiner Begrüßung über den guten Besuch im Georg-Bickel-Haus und dankte seiner Mitvorsitzenden Vanessa Bausch für die Bereitschaft, mit ihrem Fachwissen zur Aufhellung mancher Problemstellungen beizutragen. Bausch konnte zunächst beruhigend auf die Besucher einwirken. Sie zeigte sich sicher, dass es zu einer Fristverlängerung über den 31. Oktober hinauskomme und damit mehr Zeit für die Abgabe der Erklärung eingeräumt werde.

Anhand einer Bildschirmpräsentation unterstrich sie zunächst die Bedeutung der Grundsteuer für die Gemeinden, die mit den Einnahmen kommunale Einrichtungen und Infrastruktur mitfinanzierten. In Laudenbach habe die Gemeinde im vergangenen Jahr  mit einem Hebesatz von 350 Prozent 805.000 Euro an Grundsteuer eingenommen. Die Reform basiere auf einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2018, mit dem die bisherige Methode der Erhebung verworfen wurde. Diese basiere auf Jahrzehnte alten Grundstückswerten. So stamme der Einheitswert in den westlichen Bundesländern aus dem Jahr 1964. Die Reform habe nicht das Ziel, Mehreinnahmen zu generieren. Vielmehr solle das Gesamtaufkommen auf gesamtstaatlicher Ebene gleichbleiben, so dass auch die Kommunen die Aufgabe hätten, das Aufkommen annähernd gleich zu halten, was sie über den jeweiligen Hebesatz steuern könnten. Bausch stellte die unterschiedlichen Berechnungsmodelle in Bund, Hessen und Baden-Württemberg vor. Baden-Württemberg habe von der Öffnungsklausel Gebrauch gemacht und hier seien Grundstücksgröße und Bodenrichtwert, der von den Gutachterauschüssen ermittelt und elektronisch abrufbar sei, die wichtigen Kenngrößen.

 

Grundsätzlich solle die Erklärung in elektronischer Form über das Elster-Portal erfolgen. Selbstverständlich könnten auch Steuerberater zu Rate gezogen werden. Lohnsteuerhilfevereine dürften hingegen Erklärungen nicht abgeben. In Ausnahmefällen sei es auf Antrag auch möglich, die Erklärung in Papierform abzugeben, so Bausch. Sie erläuterte im Anschluss die wesentlichen Schritte zum Ausfüllen der elektronischen Vordrucke in Elster . Hier sei zu beachten, dass man neben dem Hauptvordruck auch die "Anlage Grundstück" ausfüllen müsse. Schließlich ging sie noch auf eine gesetzlich neu geschaffene Möglichkeit ein, eine "Grundsteuer C" für baureife, noch unbebaute Grundstücke einzuführen. Hier könne die Gemeinde mit einem erhöhten Hebesatz agieren, wenn keine Bebauung erfolge. Mit zahlreichen Links, die weitere Informationen zugänglich machen und dem Angebot, ihre Präsentation Interessierten zur Verfügung zu stellen, schloss Bausch, die im Verlauf ihres Vortrags viele Fragen beantwortete, ihre Ausführungen   hb

 

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