SPD Laudenbach


 

SPD Laudenbach: Peter Brandt und Adelheid Bahr kommen nach Laudenbach

Veröffentlicht am 02.05.2022 in AG 60plus

SPD-AG 60+ fixiert Termine und diskutiert über Pandemie und Ukraine-Krieg

Laudenbach. Erstmals seit einem halben Jahr trafen sich die Mitglieder und Freunde der Arbeitsgemeinschaft 60+ innerhalb des SPD-Ortsvereins wieder zu einem Monatstreffen im Georg-Bickel-Haus. Deren Sprecher Herbert Bangert hatte eine besondere Überraschung parat, die er allerdings erst zum Schluss des Treffens preisgab. Im Zusammenwirken mit seinem Stellvertreter Hans-Jürgen Moser, der Adelheid Bahr bei einer Urlaubsreise kennengelernt hatte und seitdem freundschaftliche Kontakte pflegt, ist es gelungen, eine besondere Gedenkveranstaltung zu planen. Aus Anlass des 100. Geburtstags des Architekten der Entspannungspolitk Egon Bahr, des 30. Todestages des Entspannungskanzlers Willy Brandt und des 50. Jahrestags des Grundlagenvertrags freut man sich, den Sohn des ehemaligen Kanzlers und Friedennobelpreisträgers sowie die Witwe Bahrs am 3. Juni in Laudenbach begrüßen zu können. Die Veranstaltung wird im Georg-Bickel-Haus stattfinden und sieht auch einen Film über den "Geheimdiplomaten" Egon Bahr vor.

Weiter plant die Arbeitsgemeinschaft im Mai eine kleine Radtour und am 11. Juli wird Bürgermeister Benjamin Köpfle zu Gast sein. Für 19. August hat man wieder das beliebte Sommerfest im Moser'schen Anwesen geplant. Weiter wird man natürlich nach Kräften die Aktivitäten des Ortsvereins unterstützen. Dieser richtet am 30. April die Ausrichtung des Kreisparteitages in der Bergstraßenhalle aus, führt am 1. Mai das traditionelle Grillfest zum "Tag der Arbeit", am 22. Juni die Jahreshauptversammlung und am 25. Juni die Kulturveranstaltung im Nachgang zum internationalen Frauentag durch.

Ehe man allerdings zur angenehmen und vielversprechenden Vorschau kam, blickte man auf die letzten Monate zurück und nahm die bedrückende Gegenwart in den Fokus. Die bleibende Herausforderung der Pandemie und insbesondere der am 24. Februar von Wladimir Putin entfachte Krieg in der Ukraine bestimme das politische Geschehen. Auf die Pandemie eingehend, bedauerte Bangert, dass die Impfquote stagniere und es nicht gelungen sei, einem Kompromissvorschlag zur Impfpflicht eine Mehrheit im Bundestag zu verschaffen.

Mit dem von Putin entfachten Krieg in der Ukraine werde nicht nur das  Völkerrecht verletzt, sondern seine Armee schrecke auch vor Kriegsverbrechen nicht zurück. Er hoffe, dass Putin noch juristisch zur Verantwortung gezogen werden könne. Erfreulich sei die Geschlossenheit, mit der die NATO und die EU bislang operierten, auch wenn es bezüglich eines völligen Energieembargos oder auch mit Blick auf Waffenlieferungen durchaus unterschiedliche Auffassungen gäbe. Er stütze die Haltung der Bundesregierung, dass man darauf achten müsse, dass man mit einem Embargo in Deutschland nicht größeren Schaden anrichte als dieses Russland treffe. Konsens bestehe auch in der Intention, bei Waffenlieferungen streng darauf zu achten, dass man diese nicht als Eintritt in den Krieg werten könne und man damit zur Kriegspartei werde.  Insgesamt müsse man befürchten, dass der Krieg nicht am Verhandlungstisch, sondern auf dem Schlachtfeld entschieden werde und es sei schlimm, dass die Kriegsgeneration, einige Anwesende hatten den zweiten Weltkrieg als Kinder noch erlebt, erneut mit diesen grausamen Bildern konfrontiert würde, dass aber auch Kinder und Enkel die Sorge um den Frieden in Europa umtreibe, wurde abschließend festgestellt  hb