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SPD Laudenbach: Bürgermeister Benjamin Köpfle empfing Brandt und Bahr im Rathaus

Veröffentlicht am 09.06.2022 in Ortsverein

Eintrag ins goldene Buch als offizieller Höhepunkt

Es war der protokollarische Höhepunkt des Aufenthaltes der Zeitzeugen der sozialdemokratischen Entspannungspolitik Professorin Adelheid Bahr und Professor Peter Brandt in Laudenbach, als Bürgermeister Benjamin Köpfle die beiden im Beisein von Repräsentanten der drei Gemeinderatfraktion sowie der Gastgeber Herbert Bangert und Hans-Jürgen Moser von der Arbeitsgemeinschaft 60plus im SPD-Ortsverein im Rathaus zum Eintrag in das goldene Buch der Gemeinde empfing. Köpfle erinnerte in seiner Begrüßung im Bürgersaal an den "wunderbaren Abend" am Vortag, den die Sozialdemokraten  anlässlich des 100. Geburtstags von Egon Bahr, des 30. Todestags von Willy Brandt und des 50.Jahrestags des Grundlagenvertrags zwischen der Bundesrepublik und der Deutschen Demokratischen Republik organisiert hatten und führte aus, dass eine Eintragung in das goldene Buch der Gemeinde für ihn in seiner bisherigen über zweijährigen Amtszeit eine Premiere darstelle. Das Buch sei zum 1200-jährigen Gemeindejubiläum 1995 von seinem Vorvorgänger Fritz Kaiser übergeben  und seitdem nur spärlich gefüllt worden.

Gerade mit Blick auf den Geschichtsprofessor Peter Brandt streifte Köpfle die 1227-jährige wechselhafte Ortsgeschichte, beginnend 795 mit der ersten urkundlichen Erwähnung im Lorscher Codex als Lutenbach. Nach der Überstellung des Klosters 1232 an den Erzbischof von Mainz sei 1344 Laudenbach der Pfalz zuerkannt worden. 1485 sei Laudenbach in den Herrschaftsbereich des Bischofs von Worms gelangt.1705 sei die Wormser Herrschaft zu Ende gegangen und die Kurpfalz habe die Hoheit über Laudenbach zurückerhalten. 1803 sei mit dem "Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation" auch die Kurpfalz ihrem Ende entgegen gegangen. Laudenbach sei badisch und Grenzort und Hauptzollamt zu Hessen geworden, was bis heute besondere Herausforderungen bringe, so Köpfle mit Blick auf die besondere Grenzziehung zu dem benachbarten hessischen Ober-Laudenbach.

Laudenbach habe sich vom ursprünglichen Bauerndorf zu einer modernen Wohngemeinde gewandelt. Ein besonderer Standortvorteil sei die Nähe zu den Großstädten Mannheim, Heidelberg und Darmstadt und die herrliche Bergstraßenlandschaft mit einem faszinierenden Blick vom Vorgebirge in die Rheinebene. In der Kommunalpolitik unternehme man alle Anstrengungen, dass Laudenbach auch weiterhin ein lebendiger und aktiver Ort mit hoher Lebensqualität bleibe und als Verwaltung strebe man die ständige Verbesserung der Bürgerservices an. Als besondere aktuelle Herausforderungen nannte Köpfle die Finanzsituation, die innerörtliche Entwicklung und die Schaffung von Wohnraum. Anschließend trugen sich Bahr und Brandt in das goldene Buch ein und Peter Brandt würdigte die gelungene Veranstaltung am Vorabend, die auch "etwas für die Seele" gewesen sei.   hb