SPD Laudenbach besucht Willy-Brandt-Forum in Unkel / Schifffahrt nach Bonn

Veröffentlicht am 08.08.2019 in Ortsverein

LAUDENBACH. In diesem Jahr jährt sich zum 50. Mal der Beginn der Kanzlerschaft von Willy Brandt, der am 21. Oktober 1969 um 11.23 Uhr vom Deutschen Bundestag gewählt wurde. Dieser für Sozialdemokraten besondere Jahrestag war für den SPD-Ortsverein und seine Arbeitsgemeinschaft 60 plus Anlass, im Rahmen einer Tagesfahrt das sehenswerte Willy-Brandt-Forum in Unkel, wo Brandt seine letzten Jahre verbracht hat und seine Erinnerungen schrieb, zu besuchen. Eine weitere Station, die man per Schiff ansteuerte,  war die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn, wo Brandt als Außenminister und Bundeskanzler wirkte und trotz der relativ kurzen Amtszeiten sich gerade mit Blick auf seine Ostpoltik historische Verdienste  erwarb. 

Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft 60 plus, Herbert Bangert, der den Tagesablauf geplant und organisiert hatte,  freute sich in seiner Begrüßung am fühen Morgen über die großartige Resonanz,die auch die 4. Tagesfahrt nach Straßburg, Stuttgart und Luxemburg/Schengen gefunden habe. Bangert erinnerte an die stolze Tradition großer Ortsvereinsreisen  in nahezu alle europäischen Staaten, die 2016 mit Tagesfahrten abgelöst worden seien. 
Pünktlich in Unkel angekommen, ging es die letzten Meter zu Fuß durch das reizvolle Städtchen zum Willy-Brandt-Forum, wo man bereits von den beiden Führern erwartet wurde. Das Museum, das sich als überparteiliche Einrichtung der Zeitgeschichte versteht und von einer Stiftung getragen wird, wurde in einem ehemaligen Sparkassengebäude eingerichtet. 

Aussagefähige Objekte, Fotografien und Texte sowie zahlreiche originale Film- und Tondokumente setzen Leben und politisches Wirken Brandts spannungsreich in Szene. Die Ausstellungsbreiche thematisieren Brandts Kindheit und Jugend in Lübeck ebenso wie die Jahre des erzwungenen Exils in Skandinavien. Sie widmen sich der Zeit als Regierender Bürgermeister in Berlin (1957 bis 1966), seinen Bonner Jahren als Außenminister und Bundeskanzler (1966 bis 1974) und dem internationalen Engagement als Präsident der Sozialistischen Internationale (1976 bis 1992) und Vorsitzender der Nord-Süd-Kommission (1977 bis 1983) und übergreifend den 23 Jahren als Vorsitzender seiner Partei (1964 bis 1987). 

Im Zentrum des Museums steht das Arbeitszimmer Brandts aus Unkeler Tagen, das originalgetreu wieder hergestellt wurde. Weiter sind zahlreiche Porträts als Fotografien oder Gemälde  und der Originalstuhl Brandts aus dem alten Bonner Plenarsaal zu bewundern.

Die Führer führten aus, dass Brandt 1979 nach Unkel kam und hier als "Bürger unter Bürgern" lebte, bevor er hier am 8. Oktober 1992 verstarb. Beeindruckt von Gehörtem und Gesehenen trug man sich noch in das Gästebuch ein, bevor man ein unmittelbar benachbartes Restaurant zum gemeinsamen Mittagessen in Weinstubenatmosphäre ansteuerte. Im Anschluss genoss man die Nachmittagssonne an der Rheinpromenade, wo man das Schiff der Bonner Personenschifffahrt erwartete, das die Laudenbacher nach Bonn brachte.

Vorbei an Rolandseck und Bad Honnef wurde bei der Vorbeifahrt an Rhöndorf an den ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer erinnert, dessen Wohnhaus, das heute ein Museum beherbergt, aus der Ferne zu sehen war. Bei Königswinter beeindruckten Drachenfels und Drachenburg, vom Berg grüßte anschließend das Grandhotel Petersberg, das ehemalige Gästehaus der Bundesregierung und Schauplatz der Afghanistankonferenz, ehe man Bonn erreichte, wo der "lange Eugen", das ehemalige Haus der Abgeordneten und das Wasserwerk, ehemaliger Plenarsaal des Bundestages und damit jene Wirkungsstätten Willy Brandts zu sehen waren, die die Höhepunkte seines poltischen Wirkens, das ihm 1971 den Friedensnobelpreis eintrug,  markierten. 

Am "alten Zollhafen" ging man von Bord und wurde bereits vom Busfahrer erwartet, der die Gruppe zügig nach Bobenheim-Roxheim chauffierte, wo man im Restaurant des Vogelparks, das von Alexandros Tsolakidis ("Alex"), dem früheren Wirt der Laudenbacher "Rose" geführt wird, erwartet wurde. Bei Speis' und Trank mit dem abschließenden obligatorischen Ouzo ließ man den Tag ausklingen. Auf der Heimfahrt ließen Bangert und die Ortsvereinsvorsitzende Vanessa Bausch den Tag nochmals Revue passieren, dankten den Teilnehmern für die großartige Disziplin während des gesamten Verlaufs und kündigten ein spannendes zweites Halbjahr an, wenn in Laudenbach Bürgermeisterwahlen stattfänden und man dabei einen neuen Aufbruch anstrebe. Hierzu erhoffe man sich die entsprechende Unterstützung, damit dies gelingen könne, so Bangert und Bausch unisono.  
 

 
 

Termine

Alle Termine

Mitmachen

Mitmachen - gegen Hetze

Facebook

Aktuelles

Weitersagen