Sozialdemokraten trauern um Fredy Busse

Veröffentlicht am 15.08.2018 in Ortsverein

Hemsbach hat einen leidenschaftlichen Demokraten verloren

(spd) Der Fraktionssprecher der SPD im Hemsbacher Gemeinderat, Fredy Busse, verstarb nach langer Krankheit in der vergangenen Woche im Alter von 65 Jahren. Der am 18. Juni 1953 in Bartmannshagen in Mecklenburg-Vorpommern geborene Busse kam mit seinen Eltern am 1. Mai 1958 nach West-Berlin und ein Jahr später nach Mannheim. Seit 1969 lebt die Familie in Hemsbach. Mit dem Tod von Fredy Busse verliert Hemsbach einen leidenschaftlich kämpfenden Kommunalpolitiker und aufrechten Sozialdemokrat.

Fredy Busse studierte nach seinem Gymnasialabschluss, einer zweijährigen Bundeswehrdienstzeit und einer mehrmonatigen Fabriktätigkeit bei Freudenberg Sozialarbeit in Mannheim. Bereits 1972 fand er den Weg zu den Jusos und trat in die SPD ein. Ein Jahr später initiierte er mit den Hemsbacher Jungsozialisten das Jugendzentrum, das auf Antrag der SPD-Fraktion im gleichen Jahr vom Gemeinderat beschlossen und 1973 eröffnet wurde. Busse absolvierte 1977/78 ein pädagogisches Praxissemester im Hemsbacher Jugendzentrum, das Inhalt für den akademischen Abschluss als Diplom-Sozialarbeiter ist. In den Folgejahren betreute er die Ferienspiele im Sommer, deren Einrichtung auf Busses Vorschlag hin eingeführt wurde und noch heute stattfinden. Der 1995 eröffnete Wochenmarkt geht ebenfalls auf seinen Anfang der 90-er Jahre gestellten Antrag zurück.

Dem Gemeinderat gehörte Busse, mit einer kurzen Unterbrechung, seit 1994 an. Der Kommunalpolitiker Busse übernahm später die Aufgabe des Fraktionssprechers, die er bis zu seinem Tode innehatte. Vor drei Jahren erhielt er für seine 20-jährige Gemeinderatsarbeit die Ehrennadel des Gemeindetages von Baden-Württemberg.

In die Parteiarbeit war er nicht nur eingebunden, sondern er gestaltete sie aktiv mit. 1991 übernahm er den Vorsitz des SPD-Ortsvereins, den er 2004 abgab. Der rührige Sozialdemokrat war nicht nur fleißig, er hat sich voll für Hemsbach und die SPD eingesetzt. Nicht vergessen ist seine Baumpflanzaktion 1990 an der Förster-Braun-Hütte, wo Lindenbäume zur Beschattung des Areals gesetzt wurden, seine kreativen Ideen zur Gestaltung der Ortszeitung „De Schäffer“, die erstmals 1979 erschien und sein Engagement bei den Grillfesten und dem im Januar stattfindenden Skatturnier, an dem er selbst gerne die Spielkarten in die Hand nahm. Im Vorstand verwaltete Busse als Kassierer die Finanzen des Ortsvereins.

Auch in der Kommunikation mit den SPD-Bundestags- und Landtagsabgeordneten, den Kreis- und Landesgeschäftsstellen leistete Busse hervorragende Arbeit und er war über zehn Jahre mit der Kreispartei eng verknüpft.

Der Diplom-Sozialarbeiter zeigte nicht nur in seinem Beruf als Begleiter und Betreuer von teilweise schwierigen Jugendlichen ein ausgesprochen einfühlsames Engagement, sondern war auch im Alltagsleben sozial sehr stark eingebunden. Seit 2004 ist Fredy Busse Vorsitzender des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Außerdem war er Mitglied beim Ortsverein des DRK, dem Förderverein Handball des TV und über lange Jahre im Tierschutzverein Weinheim. Als gewählter Vertreter des Stadtrates beteiligte er sich aktiv am Vereinsleben des Partnerschaftsvereins.

Fredy Busse war bis kurz vor seinem Tod ein nicht müde werdender Sozialdemokrat, leitete bis zum Schluss die Sitzungen der SPD-Fraktion, nahm an den Gemeinderatsitzungen teil und zeigte sich kämpferisch bei kommunalen Themen. Ob bei Bildungs- und Betreuungsfragen für Kinder und Jugendliche, der Unterstützung bedürftiger Menschen oder der Integration von Flüchtlingen, leidenschaftlich setzte er sich für sozialdemokratische Positionen ein. Wir vermissen ihn bereits heute. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Marianne und der Familie.

Die Trauerfeier mit Urnenbeisetzung wird am 28. August 2018 in der Christuskirche stattfinden.

Foto (spd): Fredy Busse verstarb im Alter von 65 Jahren.

 
 

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