„Solidarität ist ansteckend!“

Veröffentlicht am 29.04.2020 in Bundespolitik

Liebe Genossinnen und Genossen,

der „Tag der Arbeit“ ist für uns als Sozialdemokrat*innen einer der wichtigsten Tage im Jahr. Aber zum ersten Mal seit 1949 wird es 2020 keine Demos und Kundgebungen am 1. Mai geben. Kein Demonstrieren, auch kein Flanieren, keine Rednertribühne, keine Stände mit Bratwurst und Bierausschank. Denn die Corona-Pandemie erzwingt andere Verhaltensweisen: Nachdem schon die traditionellen Ostermärsche der Friedensbewegung überwiegend virtuell durchgeführt wurden, hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) bereits Ende März beschlossen, seine Kundgebungen unter dem Schlagwort »#SolidarischNichtAlleine« online durchzuführen und auf Straßenumzüge und Demonstrationen zu verzichten.

Dem schließt sich die SPD an, denn Solidarität heißt in Zeiten von Corona: mit Anstand Abstand halten! Für uns, und für alle anderen. Und doch kann man auch jetzt füreinander einstehen: Überall erblühen neue Formen der Solidarität, die für mehr Gerechtigkeit und bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen stehen. Wir erfahren neu: Gemeinsam sind wir stark und in der Lage, Gefahren für Leib und Leben vieler Menschen abzuwehren. Dabei hat sich unser Sozialstaat einmal mehr als Stabilitätsanker unserer Gesellschaft erwiesen. Deshalb streiten Sozialdemokraten für einen handlungsfähigen und solidarischen Staat, der Daseinsvorsorge und Gesundheitswesen stärkt, (soziale) Arbeit aufwertet und besser anerkennt und eine aktive Politik für eine zukunftsfähige, krisenfeste und nachhaltige Wirtschaft vorantreibt.
Da wir aus den bekannten Gründen dieses Mal nicht „Seit‘ an Seit‘“ zusammen schreiten können, wollen wir gemeinsam mit den Gewerkschaften die Kundgebungen zum 1. Mai von der Straße ins Netz holen. Die SPD will am Tag der Arbeit mit einem Livestream und in den sozialen Netzwerken sichtbar sein – und Ihr könnt ein Teil davon sein. Wie feiert ihr den ersten Mai 2020? Was heißt Solidarität für euch? Macht mit und postet unter dem Hashtag #gema1nsam. Postet auf Facebook, Instagram oder Twitter ein Selfie oder Video mit 1. Mai-Fahne oder einem selbstgebasteltem Schild mit einer Forderung oder einem Statement. Zeigt wie ihr den 1. Mai verbringt!

Lasst uns gemeinsamen einen virtuellen Demozug bilden. Denn auch wenn wir in diesem Jahr nicht auf den Straßen demonstrieren oder Parteitage abhalten können – wir können was bewegen, denn solidarisch ist man nicht allein.

Euer

Thomas Funk

 
 

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