Lösungen finden. Nicht Verbote.

Veröffentlicht am 01.08.2019 in Politik

(C) SPD Baden-Württemberg

„Wieder reagiert Grün-Schwarz mit Verboten anstatt wirkliche Lösungen vorzuschlagen“, kritisiert Landtagsabgeordneter Gerhard Kleinböck die Entscheidung der Landesregierung, die Förderung von Kunstrasenplätzen vorerst einzustellen. Diese stehen derzeit wegen des auf ihnen eingesetzten Gummigranulats in der Kritik. Das Fraunhofer Institut hatte veröffentlicht, dass jährlich ca. 11.000 Tonnen des Füllmaterials von Kunstrasenplätzen abgetragen werden und als Mikroplastik in die Umwelt gelangen. Diese Zahl wird von Forschungseinrichtungen wie dem Deutschen Institut für Normung DIN oder der Gütegemeinschaft RAL jedoch erheblich angezweifelt. Diese gehen von einem Austrag von ca. zehn Prozent des vom Fraunhofer Institut in die Welt gesetzten Wertes aus.

„Fakt ist, dass derzeit keine belastbaren Zahlen zur tatsächlichen Mikroplastikbelastung durch Kunstrasenplätze vorliegen und die EU keinesfalls ein prinzipielles Verbot plant“, kritisiert Gerhard Kleinböck die „voreilige Verbotspolitik“ der Landesregierung scharf.

Der Bildungspolitiker fordert die zuständigen Ministerien vielmehr auf, „zuerst belastbare Zahlen vorzulegen und dann gemeinsam mit den Kommunen und Vereinen Lösungen zu suchen, die Mikroplastikaustragung durch Kunstrasenplätzen zu reduzieren und diese wichtigen Sportplätze umweltverträglich zu erhalten“.

Sollte die EU die Verwendung von Kunststoffgranulat einschränken, müssten die Kommunen und Vereine seitens des Landes bei der notwendigen Umrüstung bestehender Kunstrasenplätze kräftig unterstützt werden, bezieht der Sozialdemokrat klar Position.

„Nach der Kürzung der Mittel für die Freiwilligen Feuerwehren und dem Infragestellen der Bildungszeit für das Ehrenamt hat die Landesregierung erneut die Chance, ihren Sonntagsreden zur Förderung des Ehrenamts endlich Taten folgen zu lassen“, schließt Gerhard Kleinböck grundsätzlich.

 
 

Homepage Gerhard Kleinböck MdL

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