SPD Laudenbach


 

Laudenbach braucht zentrale und gute Einkaufsmöglichkeit

Veröffentlicht am 31.08.2021 in Gemeinderatsfraktion

SPD Fraktion und SPD Ortsverein sprechen sich gegen die Pläne der Edeka Gruppe aus in Laudenbach einen weiteren Netto Markt am Südring zu eröffnen.

Der Edeka Markt in Laudenbach hat bereits eine lange Tradition. Begonnen mit einem Delta Markt, Edeka Brandt und Edeka Fickert als „Nah und Gut“-Märkte, dann ein Treff 3000 und dann schließlich wieder ein Edeka Markt. Der gegenwärtige „Edeka express“ bietet ein umfangreiches Sortiment, stets frisches Obst und Gemüse und wird als der bisher beste Markt an dieser Stelle bewertet. „Die Beschäftigten erscheinen motiviert, hilfsbereit und sorgen liebevoll für Ordnung und Sauberkeit“ sagen Fraktionssprecherin Ulrike Schweizer und SPD-Vorsitzende Vanessa Bausch.

All die Jahre wurde der Lebensmitteleinzelhandel zentral in unserem Ort von den Bürgerinnen und Bürgern gefordert und – vor allem in der heutigen Ausführung – sehr geschätzt. Insbesondere Menschen mit geringer Mobilität waren und sind auf ihn angewiesen.

Im November 2020 wurden die Gemeinderäte erstmals von einem Mitarbeiter der Edeka Gruppe mit neuen Plänen konfrontiert. Angeblich wäre der Markt am Südring nicht rentabel, so die Argumentation des Edeka-Vertreters. Edeka würde gerne im Bereich des Kisselfließ (3. Bauabschnitt) direkt an der KVS einen neuen großen Markt bauen, ähnlich wie der Markt in Hemsbach am Wiesensee. Dafür würde dann der Markt am Südring geschlossen werden.

Alle im Laudenbacher Gemeinderat vertretenen Fraktionen signalisierten dem Mitarbeiter der Edeka Gruppe damals, dass sie aus verschiedenen Gründen solch einem Bau nicht zustimmen würden.

„Die SPD-Fraktion ist der festen Überzeugung, dass die Bürgerinnen und Bürger eine Nahversorgung direkt im Ort benötigen“ erklärt Ulrike Schweizer. Ein Markt am Ortsausgang, auf der westlichen Bahnseite, wäre fußläufig nicht mehr erreichbar. Das Verkehrsaufkommen im Kisselfließ würde sich schlagartig um ein Vielfaches erhöhen. Schon heute verursacht der Verkehr auf der Straße „Im Kisselfließ“ viel Unmut. Eine höhere Verkehrsbelastung durch einen großen Markt in dieser Straße ist für unsere Fraktion nicht akzeptabel, so Schweizer

Außerdem wollen wir in diesem Gebiet keine weitere Flächenversiegelung, ergänzt Vanessa Bausch.

Für uns völlig überraschend, hat sich die Edeka Gruppe wohl einen „neuen Betreiber“ für den Markt im Südring gesucht. Den vorliegenden Informationen zufolge, soll bereits im September der „Edeka express“ vorübergehend schließen, um einen weiteren Netto Markt entstehen zu lassen.

Abgesehen davon, dass wir bereits einen Netto Markt in Laudenbach haben, stellt dies ein „Downgrade“ im Bereich des Sortiments dar. SPD-Fraktion und SPD-Ortsverein sorgen sich auch um die dort angestellten Beschäftigten. Was soll mit ihnen passieren? Werden Sie dann arbeitslos, oder erhalten sie ein Übernahmeangebot, zu welchen Bedingungen? All das ist auch noch völlig unklar.

Fraglich wird sein, was nach Auslaufen des bestehenden Pachtvertrags mit dem Grundstück passieren wird. Wird Laudenbach dann eine weitere Einkaufsmöglichkeit im Ort verlieren?

Die SPD Laudenbach positioniert sich heute deutlich. „Wir werden uns mit all unseren Möglichkeiten für den Erhalt eines zentralen Lebensmittelmarktes sowie für den Erhalt von Arbeitsplätzen einsetzen. Auch werden wir dem Bau eines neuen Marktes im Kisselfließ 3. Bauabschnitt – einhergehend mit der Versiegelung von Flächen – unter keinen Umständen zustimmen“ erklären Bausch und Schweizer.