Kurze Epoche der Träume und Hoffnungen SPD-AG 60 plus: Filmabend über John Fitzgerald Kennedy

Veröffentlicht am 15.11.2018 in AG 60plus

LAUDENBACH. Vor 55 Jahren beendete das Attentat von Dallas eine beeindruckende Bilanz des 35. und bis dahin jüngsten Präsidenten der Vereinigten Staaten, John F. Kennedy, dem nur 1036 Tage Amtszeit beschieden waren. Diese Jahreszahl nahm die Arbeitsgemeinschaft 60 plus innerhalb des SPD-Ortsvereins zum Anlass, das Wirken Kennedys in einem beeindruckenden Dolumentarfilm in Erinnerung zu rufen. AG-Sprecher Herbert Bangert freute sich über den guten Besuch und die Anwesenheit der Ortsvereinsvorsitzenden Vanessa Bausch und der Gemeinderäte Bernd Hauptfleisch und Ulli Schweizer.

Bereits zum dritten Mal lade man im November zu einem Filmabend ein und begründe damit nach Kurpfälzer Rechenart eine Tradition, an der man auch künftig festhalten wolle. Bangert erinnerte an die am nächsten Tag stattfindenden Wahlen in den USA, von denen er sich ein Korrektiv gegen die Trump-Politik erhoffe und den in Deutschland so geschichtsträchtigen 9. November, an dem sich in diesem Jahr die Ausrufung der Republik durch den Sozialdemokraten Philipp Scheidemann zum 100. Mal und die Reichspogromnacht zum 80. Mal jährte.

Auf Kennedy eingehend führte Bangert aus, dass es erstaunlich sei, dass es ihm gelungen sei, in weniger als drei Jahren Präsidentschaft zur Legende zu werden. Er sei Hoffnungsträger der USA und der westlichen Welt gewesen. Gemeinsam mit seiner Frau Jackie sei er zu einem Symbol eines neuen Lebensgefühls geworden und mit den Kennedys seien nicht nur Jugend, Intelligenz und Lebenskraft, sondern auch Kunst und Kreativität in das Weiße Haus eingezogen.

Unvergessen seien bis heute die beiden Zitate "Ich bin ein Berliner", das er bei seinem Besuch in der geteilten Stadt im Juni 1963 den begeisterten Westberlinern mit dem Regierenden Bürgermeister Willy Brandt zurief sowie seine Forderung in seiner Antrittsrede im Januar 1961, als er den Amerikanern ins Stammbuch schrieb "Fragt nicht, was Euer Land für Euch tun kann - fragt, was Ihr für Euer Land tun könnt". Damit habe  er an jeden Einzelnen appelliert, seinen Beitrag zum Wohl einer funktionierenden Gesellschaft zu leisten, so Bangert.


Der Film beleuchtete die von großer Verlässlichkeit geprägte Amtszeit von der Einführung bis zur bewegenden Trauerfeier. Deutlich wurde Kennedys Einsatz in der Bekämpfung von Armut, Hunger und Analphabetismus, den er als "Allianz des Fortschritts" sah, wobei er nach dem Grundsatz "Hilfe zur Selbsthilfe" handelte und seine Anstrengungen auch ganz besonders in Lateinamerika vorsah.  Ein innenpolitischer Schwerpunkt war die Gleichstellung von schwarz und weiß und der damit verbundene Kampf gegen Vorurteile und Voreingenommenheit. Er brachte in seiner Amtszeit noch die entsprechenden Gesetze auf den Weg, um sein Versprechen der Gleichstellung zu erfüllen. Sein Nachfolger brachte diese dann erfolgreich durch die politischen Instanzen.

Große Verdienste erwarb sich Kennedy auch um die Raumfahrttechnik, der er nach vielen Enttäuschungen und Misserfolgen neue Zuversicht gab und die ersten bemannten Flüge miterlebte. Herausragend waren seine Erfolge für Frieden und Freiheit. Ihm gelang es, die Kuba-Krise, während der die Welt den Atem anhielt, friedlich zu beenden. Als in Berlin die Mauer gebaut wurde und Deutschland und Europa trennte, erhob er seine Stimme. Er sah in dem Mauerbau ein Symbol für das Scheitern des Kommunismus, der die Menschen zuvor gezwungen hatte, in Massen ihre angestammte Heimat zu verlassen. Es war seine große Vision, eine Welt des Friedens, der Freiheit und der Gerechtigkeit zu schaffen und mit diesen Bemühungen ging Kennedy in die Geschichte ein. Nach seinem Tod trauerten nicht nur Familie und Vereinigte Staaten, sondern nahezu die gesamte Welt, der viel zu früh und auf grausame Weise am 22. November 1963 der große Hoffnungsträger genommen wurde.

 
 

Mitmachen

Mitmachen - gegen Hetze

Facebook

Aktuelles

Weitersagen