Keine Chance gegen den großen Trend SPD zog erste Bilanz des Kommunalwahlergebnisses

Veröffentlicht am 04.06.2019 in Aktuelles

LAUDENBACH. "Will ich dem Wahlergebnis der Kommunalwahlen etwas Positives abgewinnen, dann ist es die Tatsache, dass im Gemeinderat künftig keine Fraktion mehr die Mehrheit hat und es damit verstärkt zu Verständigungen kommen muss. Und zusätzlich ist es erfreulich, dass unser Frauenanteil in der neuen Fraktion 60 Prozent beträgt, nachdem wir unsere Liste schon mit einem hohen Frauenanteil aufgestellt hatten", bilanzierte die Ortsvereinsvorsitzende Vanessa Bausch in der Vorstandsitzung des SPD-Ortsvereins, zu der sich erfreulicherweise nahezu alle Kandidaten eingefunden hatten.

Bausch wurde gemeinsam mit Judith Izi neu in den Gemeinderat gewählt und komplettiert die Wiedergewählten Bernd Hauptfleisch, Ulrike Schweizer und Jürgen Kraske. Es sei aber nicht zu leugnen, dass man mit dem Verlust von drei Sitzen das Wahlziel unter dem Strich trotz eines überaus engagierten Wahlkampfes mit vielen hochkarätigen Veranstaltungen in den letzten Monaten verfehlt habe.

In den rund zehn Monaten der Vorbereitung habe man gemeinsam mit allen Kandidaten in thematischen Arbeitsgruppen ein Programm erarbeitet, das zwar weithin Anerkennung fand, die sich allerdings leider nicht in Stimmen niederschlug.

Dass die Grünen bei ihrer Premiere ein solches Ergebnis erreichen würden, sei sicherlich auch dem großen Rückenwind der "Friday-for-Future"-Bewegung mit dem alles überlagernden Thema "Klimaschutz" zuzuschreiben. Vielleicht habe sich aber auch ein Ventil geöffnet, nach Jahrzehnten einer Zweiparteienvertretung am Ratstisch etwas Neues zu wollen.

Bauschs Glückwünsche galten allen Gewählten, ihr Dank richtete sich an die Kandidaten, die insgesamt ein funktionierendes und harmonisches Team bildeten, allen Wahlhelfern und Parteimitgliedern, die sich in unterschiedlicher Funktion in den Wahlkampf eingebracht hatten. Sie dankte auch den Wählern, die der SPD ihr Vertrauen schenkten und damit dafür sorgten, dass die SPD in Laudenbach zumindest zweitstärkste Kraft geblieben sei. Damit liege man auch deutlich über dem Ergebnis der Europawahlen am Ort und noch deutlicher über jenen in Bund und Land.

Sie wünsche sich, so Bausch, dass der gebildete Teamgeist weiterlebe und alle Kandidaten, die leider nicht gewählt und teilweise den Einzug nur knapp verpasst hätten, an Bord blieben.

Es stehe mit der Bürgermeisterwahl im November in wenigen Monaten eine weitere Herausforderung und Weichenstellung für die Zukunft der Gemeinde an, die man erneut engagiert angehen wolle, kündigte Bausch an, wobei hier die Berichterstattung über das WN-Wahlforum kritisiert wurde, in der der SPD zugeschrieben wurde, sie lasse - wie auch die CDU - auf den noch amtierenden Bürgermeister Hermann Lenz "nichts kommen". Diese irritierenden Ausführungen wurden insbesondere von Ulrike Schweizer, die dabei die SPD-Positionen vertreten hatte, bedauert und gerade gerückt.

Die engagierte Diskussion im Anschluss bestätigte im Wesentlichen die Einschätzungen der Vorsitzenden, der für die Gesamtverantwortung des Wahlkampfes großer Respekt gezollt wurde. Es wurde unterstrichen, dass die neue Fraktion ihre Außendarstellung wesentlich verbessern und neue Wege finden müsse, besser die Bürgerschaft und hierbei insbesondere die Jugend und jungen Familien zu erreichen. Insoweit sei beispielsweise die im Wahlkampf geforderte notwendige Begegnungsstätte ganz oben auf der Agenda, die man versuchen werde, sorgsam abzuarbeiten und hierfür Mehrheiten zu finden.

Weiter wurde auch festgestellt, dass die Außendarstellung der Bundespartei leider nicht geeignet sei, Unterstützung zu bieten und man dort Strategien gegen den seit Jahren anhaltenden Abwärtstrend vermisse. Bausch kündigte an, dass man zunächst in den nächsten Wochen nochmals ein Treffen organisieren wolle, bei dem sich alle im Wahlkampf Beteiligten nochmals zusammenfinden und bei dem man auch besprechen könne, wie deren weitere Einbindung in die kommunalpolitische Arbeit erfolgen könne.

 
 

Termine

Alle Termine

Mitmachen

Mitmachen - gegen Hetze

Facebook

Aktuelles

Weitersagen