"Jeder Fall von Antisemitismus einer zu viel"

Veröffentlicht am 27.01.2020 in Landespolitik

„Jetzt müssen alle Alarmglocken schrillen“, mahnt Landtagsabgeordneter Gerhard Kleinböck „deutliche Reaktionen von Politik und Zivilgesellschaft für die Stärkung unserer Demokratie“ an. Anfang der Woche hatte das Politikmagazin „frontal 21“ die steigende Zahl antisemitischer Vorfälle an Schulen in Deutschland zum Thema gemacht. Baden-Württemberg erreicht hier mit 45 gemeldeten Fällen in den vergangenen zwei Schuljahren einen erschreckenden Spitzenplatz.

„Auch wenn dieser Wert aufgrund der in unserem Bundesland bestehenden Meldepflicht richtig eingeordnet werden muss, ist jeder Fall von Antisemitismus, nicht nur an Schulen, einer zu viel“, unterstreicht Gerhard Kleinböck. „Wir dürfen diese Entwicklung nicht verharmlosen und müssen insbesondere die junge Generation sensibilisieren und informieren“, fordert der Bildungspolitiker. Im Besuch von Gedenkstätten sieht der langjährige Schulleiter hierfür eine gute Möglichkeit.

Daher hat Gerhard Kleinböck nun eine parlamentarische Initiative auf den Weg gebracht, die „Gedenkstättenbesuche im Rahmen der politischen Bildung und Demokratieerziehung an den Schulen in Baden-Württemberg“ in den Fokus nimmt. Der Parlamentarier fordert darin von der Landesregierung unter anderem Auskunft über die Anzahl und Orte der Besuche sowie bestehende Unterstützungsangebote seitens des Landes für die Schulen.

„Aufgrund der bald vorliegenden Zahlen und Fakten werde ich weitere politische Initiativen ergreifen, um das historische und politische Bewusstsein der aktuellen Schülergeneration insbesondere mit Blick auf das grausamste Kapitel unserer jüngsten Geschichte zu stärken“, will sich Gerhard Kleinböck dem Kampf gegen den Antisemitismus nachhaltig annehmen.   

 
 

Homepage Gerhard Kleinböck MdL

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