Jahresabschluss 2018

Veröffentlicht am 15.12.2018 in Ortsverein
Jubiliare

LAUDENBACH. Seit vielen Jahren treffen sich Mitglieder und Freunde des SPD-Ortsvereins vor Beginn der Adventszeit zu einer stimmungsvollen Jahresabschlussfeier, die auch regelmäßig den geeigneten Rahmen bietet, verdiente langjährige Parteifreunde für ihre Treue zu ehren. Ihnen galt der besondere Willkomensgruß der Vorsitzenden Vanessa Bausch, die im Anschluss in ihrem Rückblick auch nachdenkliche und kritische Töne anschlug.

OV-Vorsitzende Vanessa Bausch

 

So habe sie sich in den letzten Monaten immer wieder gefragt, ob Entscheidungen im Gemeinderat wirklich zum Wohle der Gemeinschaft gefällt worden seien. Für sie bedeute Kommunalpolitik, dass man sich stets an folgenden Fragen orientiere: was ist das Beste für Laudenbach? Was möchte die Bürgerschaft? Was bringt uns als Ort weiter, ohne unseren Ursprung zu verlieren? Mit Blick auf die kürzliche Entscheidung der Bebauung des Kronegeländes habe sich die SPD-Fraktion an diesen Leitplanken orientiert. Im Vorfeld der Entscheidung habe sie eine menschliche Enttäuschung erleben müssen, indem sie durch den Bürgermeister noch im August eine völlig andere Auskunft zur Zukunft der "Krone" erhalten habe. Er habe ihr erläutert, dass dort behindertengerechte Wohnungen entstehen sollten und die Gastronomie aufgrund fehlender Nachfrage nicht fortgeführt würde. Auf Nachfrage nach dem alten Gasthofschild sei ihr mitgeteilt worden, dass dieses aus nostalgischen Gründen dort verbleibe und später mit der Aufschrift "Wohnanlage zur Krone" versehen würde. "Leider muss ich nun nach Gesprächen mit Angrenzern davon ausgehen, dass die Planungen schon damals andere waren und man mich bewusst belogen hat und ich bedauere es sehr, dass ich die damalige Auskunft so an die Mitgliedschaft weitergegeben habe", so Bausch.

Ihr sei es wichtig, mit Blick auf die anstehenden Wahlen in der Gemeinde als politisch-transparente, bürgernahe Einheit aufzutreten. "Wir möchten, dass Laudenbach eine Gemeinschaft ist, in der alle gemeinsam gut leben können, unabhängig davon, wieviel Geld man hat oder woher man kommt", so die Ortsvereinsvorsitzende. Sie unterstrich die dringende Notwendigkeit, familiengerechten und bezahlbaren sozialen Wohnunsbau zu schaffen. Die bisherigen Klausuren im Vorfeld der Gemeinderatswahlen hätten viele wichtige Themen für eine erfolgreiche und nachhaltige  Zukunft der Gemeinde aufgegriffen und sie sei zuversichtlich, mit einem guten Wahlprogramm und entsprechenden Kandidaten bestehen zu können. Sowohl das Programm, wie auch die Kandidaten wolle man in einer Mitgliederversammlung im März vorstellen, kündigte Bausch an. Sie dankte ihrem Vorstandsteam, ganz besonders ihren Stellvertretern Bernd Hauptfleisch und Bianca Rau sowie Schriftführerin Ulrike Wagner für das harmonische Zusammenwirken. Anerkennung galt auch dem Sprecher der rührigen Arbeitsgemeinschaf 60 plus, Herbert Bangert, der mit großem Engagement wichtige Beiträge für die Ortsvereinsarbeit leiste. Sie gab einen Ausblick auf das erste Quartal des neuen Jahres, in dem man  eine Reihe politischer Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen wie Europa, Populismus oder Wohnungsbau durchführen werde.
 
Der Landtagsabgeordnete Gerhard Kleinböck nahm die Ehrungen vor. Er würdigte die Einzelnen mit ihren Verdiensten in Partei und Gesellschaft und beleuchtete die jeweiligen Geschehnisse ihrer Eintrittsjahre in nationaler und internationaler Politik. Für zehn Jahre zeichnete er Gemeinderat Güney Yilmaz und Robin Stockmann aus. 25 Jahre gehört Hilde Matejka-Geiß der Partei an. Für 35 Jahre wurde der frühere stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Thomas Bangert und Irmgard Eg, die sich durch ihr besonderes Engagement in der Arbeiterwohlfahrt als Kassiererin, Verantwortliche der Halbtagesfahrten und der Jahressammlungen große Verdienste erworben hat, geehrt. Stolze 50 Jahre gehört Dieter Ehle der Partei an. Er hat als stellvertretender und Ortsvereinsvorsitzender und insbesondere als langjähriger Gemeinderat und Fraktionsvorsitzender über Jahrzehnte an herausragender Stelle gewirkt.

 

Die Geehrten und alle Anwesenden wurden im Anschluss von den Schwestern Amira und Mariam Abouzahra (Violine) und ihrer Mutter Nora Emödy (Klavier) musikalisch verwöhnt. Sie spielten drei Kompositionen von Pablo de Saraste "Zigeunerweisen", "Romana Andalusia" und zum Abschluss gemeinsam "Navarra" und begeisterten ihre aufmerksam lauschenden Zuhörer, deren Bitte um eine Zugabe sie gerne entsprachen. Vanessa Bausch erinnerte, dass die Mädchen mit ihrer Mutter schon mehrfach die Jahresabschlussfeier umrahmt hätten und man sehr aufmerksam die Kariereschritte beobachte und man stolz sei, solchen künstlerischen Nachwuchs in Laudenbach zu wissen.

 

Ein Jahresrückblick in Lichtbildern, zusammengestellt von Ulrike Wagner, der viele Aktivitäten in Erinnerung rief, rundete das Programm in gemütlicher Runde ab.       

 
 

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