SPD Laudenbach


 

Grillfest der SPD Laudenbach fand eine großartige Resonanz / Zwei Landtagsabgeordnete zu Gast

Veröffentlicht am 03.05.2022 in Ortsverein

1. Mai als Feiertag von Verfassungsrang würdig begangen

Laudenbach. Das hat die kühnsten Erwartungen übertroffen und war eines nachgeholten 50. Grillfestjubiläums würdig, das man eigentlich im Jahr 2020 feiern wollte. Am Sonntag waren jedenfalls im Sportgelände freie Plätze Mangelware und die zahlreichen Helfer des SPD-Ortsvereins mussten noch kräftig zusätzliche Bänke und Tische aufbauen, um dem erfreulichen Andrang Herr zu werden. An den Zapfstellen und am Grill war Akkordarbeit gefragt und die Damen am Salat- und Kuchenbuffet hatten in ihrem eigens errichteten Zelt ein breites Angebot und freuten sich über eine große Nachfrage.

Eine strahlende Ortsvereinsvorsitzende Vanessa Bausch war rundum zufrieden und dankte den zahlreichen Helfern für ihren Einsatz und allen Spendern für ihre Unterstützung. Besonders begrüßen konnte sie neben Bürgermeister Benjamin Köpfle Delegationen aus Hemsbach und Weinheim sowie die örtlichen politischen Mitbewerber von CDU und Grünen. Sie machte darauf aufmerksam, dass dieser 1. Mai ganz besonders im Zeichen der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine stehe und man deshalb an der Kasse einen Spendenfrosch aufgestellt habe, der gerne mit Bargeld oder aber auch den Pfandbons gefüttert werden könne. Der Inhalt werde dem örtlichen Freundeskreis Flüchtlinge zugehen, der damit beispielsweise Unterrichtsmaterial für Flüchtlingskinder anschaffen könne. Weiter lägen Unterschriftslisten für eine von allen drei Gemeinderatsfraktionen mitgetragene Petition aus, mit der man eine Wiederherstellung der Brücke zwischen Laudenbach und Heppenheim erreichen wolle. Beide Aufrufe fielen auf fruchtbaren Boden und sorgten damit neben dem angestrebten gemeinsamen feiern und diskutieren nach zweijährigem Verzicht für einen herausragenden Erfolg des Festes, das seit 52 Jahren im Ort die bürgerschaftliche "Freiluftsaison" eröffnet.

Landtagsabgeordneter Sebastian Cuny führte beim Frühschoppen aus, dass er nach einem überwiegend virtuellen Wahlkampf und den herrschenden Kontaktbeschränkungen sich glücklich schätze, jetzt endlich mit den Bürgern seines Wahlkreises unmittelbar ins Gespräch zu kommen. Er bedauerte, dass sich die Grünen im Land nach der Landtagswahl im vergangenen Jahr entschieden hätten, mit dem "Bremsklotz" CDU eine Regierung zu bilden, anstatt einer fortschrittlichen Koalition eine Chance zu geben und die großen Herausforderungen Klimaschutz, Bildung und Wohnen zukunftsorientiert anzugehen. Zwar bestünden diese Problemlagen weiter, aber seit dem 24. Februar mit dem Einfall von Putins Truppen in die Ukraine träten diese zurück. Der 1. Mai stehe in diesem Jahr unter dem Motto "GeMa1nsam Zukunft gestalten" und erlebe als Tag der Solidarität heuer eine neue Dimension für eine gerechte Zukunft in Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit in einem solidarischen Europa. Er erinnerte an die bisherige Friedensordnung in Europa, die darauf basiere, Konflikte in Verhandlungen und nicht auf dem Schlachtfeld auszutragen und unterstrich den Beitrag, den die Sozialdemokratie hierzu in den letzten Jahrzehnten geleistet habe. Cuny würdiget das besonnene Handeln der von seiner Partei geführten Bundesregierung in den Kriegstagen und warb für ein gestärktes und souveränes Europa. Die SPD Rhein-Neckar habe am Vortag auf einem Kreisparteitag in Laudenbach in einer Resolution ein klares Bekenntnis für "vereinigte Staaten von Europa" abgegeben. Man wünsche sich noch in diesem Jahrzehnt eine gemeinsame europäische Verfassung. Cunys Dank galt allen, die Solidarität mit Geflüchteten - auch aus weiteren Konflikten in der Welt - zeigten und hoffte, im kommenden Jahr den 1. Mai wieder in einem friedlichen und hoffentlich gestärkten Europa feiern zu können.

Zur Mittagszeit war der Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Daniel Born zu Gast, der sich freute, bei einem "tollen Ortsverein" und vor einem "so vollen Haus" ein Grußwort sprechen zu können. Er erinnerte einleitend, dass der 1. Mai der einzige Feiertag sei, der in der Landesverfassung verankert sei. In Artikel 3, Absatz 2 heiße es: "Der 1. Mai ist gesetzlicher Feiertag. Er gilt dem Bekenntnis zu sozialer Gerechtigkeit, Frieden, Freiheit und Völkerverständigung." Und so sei der 1. Mai in diesem Jahr in besonderer Weise geeignet, ihn mit diesen Intentionen zu feiern und die Ukraine zu unterstützen, die sich auf den Weg zu Demokratie und Freiheit gemacht habe. Politik bedeute nach seinem Selbstverständnis, nach vorne zu streben und so sei er der Bundesregierung dankbar, dass sie neben dem kriegs- und pandemiebedingten Krisenmanagement den Fortschritt der sozialen Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stelle und die Erhöhung des Mindestlohns, eine deutliche Rentenanpassung und ein Entlastungspaket auf den Weg gebracht habe, das auch mehr Teilhabe für viele Menschen ermögliche.   hb