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Gerhard Schröder muss sich von Putin distanzieren - SPD-Ortsverein wendet sich an die Parteiführung

Veröffentlicht am 09.03.2022 in Ortsverein

Laudenbach. Im Mittelpunkt der letzten Sitzung des Vorstands des SPD-Ortsverein, zu der man auch die frühere langjährige stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin von AsF und Arbeitsgemeinschaft 60+, Christel Masseck, aus Würselen begrüßen konnte,  stand die aktuelle Lage in Europa mit dem von Wladimir Putin entfachten Krieg in der Ukraine. Die Bilder der vergangenen Tage und das irrsinnige Vorgehen von Putin hatte alle sehr bewegt, so dass man beschloss, mit gezielten an den Bedarfen orientierten Sachspenden Hilfe für die Flüchtenden zu leisten.

Mit großem Unverständnis und Empörung wurde die Rolle von Altbundeskanzler Gerhard Schröder diskutiert, der einst als "Friedenskanzler", der sich 2002 dem Drängen von US-Präsident Georg W. Bush widersetzte, sich am Krieg gegen Irak zu beteiligen, in die Geschichte einging. Nunmehr verspiele er diese historischen Verdienste durch ein unverständliches Verhalten. Bereits mehrere Ortsvereine hatten Schröder in den vergangenen Tagen aufgefordert, sich öffentlich von Putin zu distanzieren und seine Posten in der russischen Energiewirtschaft aufzugeben. Auch ein Parteiausschlussverfahren war bereits mehrfach gefordert worden. Zwischenzeitlich haben auch seine dem Kanzleramt zugeordneten Mitarbeiter ein deutliches Zeichen gesetzt, indem sie ihren Dienst quittierten.

Die Ortsvereinsvorsitzende Vanessa Bausch und alle anwesenden Vorstandsmitglieder verurteilten das Verhalten Schöders aufs Schärfste und beschlossen, sich mit einer entsprechenden Stellungnahme  an die Bundesparteiführung zu wenden. Ein Altkanzler hat aus Sicht des Ortsvereins auch im Ruhestand die Werte der SPD zu vertreten und ein klares Zeichen gegen Krieg und für Demokratie und Freiheit zu setzen. Mit seinem Verhalten und dem Festhalten an seinen Posten stütze Schröder letztlich den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Putins. Der Ortsverein unterstützt nachdrücklich die Bemühungen der Parteiführung und des Bundeskanzlers, Gerhard Schröder zur Distanzierung von seinem "Männerfreund" Putin zu bewegen. Man trägt auch die Wende der deutschen Sicherheitspolitik mit Waffenlieferungen und Stärkung der Bundeswehr sowie alle diplomatischen Anstrengungen, die Kriegshandlungen zu beenden, mit. Eine humanitäre Hilfe für alle Flüchtende ist für die Genossen selbstverständlich und so wird man Bürgermeister Benjamin Köpfle nach Kräften in seinen Bemühungen unterstützen, Wohnraum zu finden.

Schließlich stellte der Ortsvereinsvorstand auch noch die organisatorischen Weichen für die anstehenden Veranstaltungen Kreisparteitag (30. April in der Bergstraßenhalle), Grillfest (1. Mai auf dem Sportgelände), Jahreshauptversammlung (22. Juni im Georg-Bickel-Haus) und Frauenkulturveranstaltung (25. Juni im Festsaal der Sonnbergschule). Weiter kündigte der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft 60+, Herbert Bangert,  an, dass man nach der Pandemiepause am 12. April wieder mit den regelmäßigen Monatstreffen im Georg-Bickel-Haus beginne.  hb