Diskussion mit der SPD beim Kaffee

Veröffentlicht am 12.12.2018 in Kommunalpolitik

Problem Nr. 1  ist weiterhin der fehlende Wohnraum

 

(spd) Wer in Deutschland ein Haus oder eine Wohnung sucht, hat eine schwierige Aufgabe vor sich. Dieses Problem stellt sich in der gesamten Republik, so auch in Hemsbach. Nun muss eine vernünftige Bleibe auch bezahlbar sein. Mit diesem recht schwierigen Thema beschäftigten sich am vergangenen Samstag auf Einladung des SPD-Ortsvereins die Teilnehmer des „Ihre Meinung – unser Kaffee“. Seit der Flüchtlingswelle hat die Stadtverwaltung mit diesen Forderungen zu kämpfen. War anfangs für die ankommenden Personen der Rhein-Neckar-Kreis in der Pflicht, so ist für die Anschlussunterbringung die Kommune verantwortlich. Nach Auskunft der Stadt werden die etwa 280 Männer, Frauen und Kinder, die sich derzeit in Hemsbach aufhalten, teils vom Kreis und der Stadt Hemsbach betreut. Die städtische Flüchtlingsmanagerin Beate Adler ist zuständig für die 184 Personen, die in privat vermittelten Wohnungen, angemieteten Objekten oder noch im Seehotel untergebracht sind. Für die Einzelpersonen und Familien, die zukünftig in den Verantwortungsbereich der Stadt fallen, werden immer wieder Unterkünfte zu vernünftigen Konditionen benötigt. Aber nicht nur für Flüchtlinge, so die eindeutige Feststellung der „Kaffee-Gesprächsteilnehmer“, ist die teilweise nicht bezahlbare Miete ein Problem. Es gibt Hemsbacher Bürgerinnen und Bürger, die auf der Suche nach einer für sie geeigneten Wohnung sind.

 

Die Personen, die sich in der Anschlussunterbringung befinden, sind nach Auskunft der Flüchtlingsmanagerin „inzwischen sehr gut integriert, haben Arbeit oder einen Ausbildungsplatz“, die Kinder besuchen Schule oder den Kindergarten: „Viele haben ihren Platz in Hemsbach gefunden“. Die Unterbringung ist nicht immer optimal, so ist der Wohnraum nicht immer passend für eine Familie oder sie leben noch im Seehotel.

 

Es muss, so die Verpflichtung der Verwaltung, Wohnraum geschaffen werden. Als das ehemalige Postgebäude in der Alleestrasse zum Verkauf stand, hatte die Stadt das Anwesen übernommen. Derzeit werden dort Umbauten für die Unterbringung von 22 Flüchtlingen, die entweder anerkannt oder seit zwei Jahren in Hemsbach sind, vorgenommen. Die Interessengemeinschaft (IG) Alleestrasse, die am Samstag durch Dr. Harald Böhnke im Café vertreten war, beanstandete die Personenzahl, mit der aus Sicht der IG eine vernünftige Integration nicht möglich ist. Zudem fehlt in dem Gebäude mit nicht familiengeeigneter Raumaufteilung unter anderem ein Gemeinschaftsraum. Böhnke ist sich bewusst, dass dieses Projekt aus der Not heraus geboren wurde, und vermisst ein Konzept: „Wir verstehen die Problematik und sind nicht gegen eine Unterbringung.“ Die IG befürchtet lediglich, dass die Bewohner des Gebäudes häufig wechseln werden, da für viele diese Unterkunft nur eine Übergangslösung sei. Außerdem bemängelt der IG-Ansprechpartner die mangelnde Gesprächsbereitschaft der Verwaltung und er fordert einen „runden Tisch“, um eine verbindliche Zusage über die Belegungszahl zu erhalten.

Nach Rückfrage bei der Verwaltung gibt es eine schriftliche Zusage, dass es geplant ist, in dem Gebäude maximal 25 Personen unterzubringen. Außerdem wurden mit der betroffenen Bewohnerin und ihrer Tochter und der IG mehrfache Gespräche geführt.

 

SPD-Stadtrat und Ortsvereinsvorsitzender German Braun antwortete auf die Frage nach dem Standort Pumpwerkstrasse, dass „die planungsrechtlichen Schritte auf den Weg gebracht  wurden“.

 
 

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