Bundesvorsitzender Lothar Binding (MdB) würdigt 60plus-Aktivitäten als beispielhaft und einmalig

Veröffentlicht am 06.12.2019 in AG 60plus
15 Jahre AG 60plus

Jahresabschlussfeier des SPD-Ortsvereins mit Ehrungen und Geburtstagsfeier der AG 60 plus

LAUDENBACH. Bis auf den letzten Platz besetzt war das Restaurant der Bergstraßenhalle bei der Jahresabschlussfeier des SPD-Ortsvereins, in deren Rahmen die rührige Arbeitsgemeinschaft 60 plus ihren 15. Geburtstag feierte und zahlreiche Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft geehrt werden konnten. Aufgrund des "Jubiläums" konnte Vorsitzende Vanessa Bausch zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Der Bundesvorsitzende der AG 60 plus, Lothar Binding, der Kreisvorsitzende Norbert Theobald, die ehemalige Landesvorsitzende Dr. Konstanze Wegner, der Landtagsabgeordnete Gerhard Kleinböck, sein Vorgänger Hans Georg Junginger, heute Vorsitzender der Weinheimer Arbeitsgemeinschaft, Bürgermeisterkandidat (jetzt neu gewählter Amtsinhaber) Benjamin Köpfle und die Gründungssprecherin Christel Masseck waren an diesem Abend zu Gast und genossen das harmonische Miteinander im Kreise Gleichgesinnter. Bausch blickte auf ein bewegtes Jahr zurück, das ihr auch persönlich viel abverlangte, in dem sie aber auf ein "tolles Team" habe bauen können. Bei den Kommunalwahlen sei die SPD-Fraktion zwar kleiner geworden, aber man sei als funktionierendes Team gestartet und habe sich vor wenigen Tagen in einer Klausurtagung wichtige Ziele gesetzt. Als wichtigstes Ereignis sah Bausch die Bürgermeisterwahl. Sie sehe dem zweiten Wahlgang mit großer Zuversicht entgegen. Benjamin Köpfle habe einen engagierten, stets fairen Wahlkampf geführt und habe mit seiner freundlichen, offenen und kompetenten Art überzeugt. Bausch dankte allen, die sich in den Wahlkampf eingebracht hätten. Bausch gab anschließend einen Überblick über die wichtigsten - überwiegend bundespoltischen - .Geschehnisse im zu Ende gehenden Jahr und schloss  mit den mit Spannung erwarten Ergebnissen der Mitgliederbefragung für den SPD-Vorsitz und der örtlichen Bürgermeisterwahl.

Das 15-jährige Bestehen der Arbeitsgemeinschaft 60 plus beleuchtete deren Sprecher Herbert Bangert. Er erinnerte an die Gründung im Mai 2004, als Christel Masseck die Verantwortung übernahm, und die Aktivitäten bis zu ihrem Wegzug 2013 bestimmte. Im Anschluss habe Gerd Dember die Fackel am Brennen erhalten, ehe er diese im Mai 2014 an ihn weitergegeben habe. Bangert ging auf die Höhepunkte in der 15-jährigen Geschichte mit vielen Veranstaltungen, teilweise auch gemeinsam mit dem Ortsverein, zahlreichen Exkursionen, Tagesfahrten und Filmabenden ein. Selbstverständlich habe man sich auch stets mit anstehenden Wahlen auseinandergesetzt und deren Ergebnisse im Anschluss analysiert. Auch wenn Laudenbach eine junge Gemeinde sei, repräsentiere die Arbeitsgemeinschaft durch die demografische Gesamtentwicklung eine wachsende Gruppe, wenn es gelinge , die Mitglieder an die Sozialdemokratie zu binden, deren Kraft auf einer langen Tradition und einer bedeutenden Wertebasis beruhe. 

"Unsere Arbeitsgemeinshaft ist bereit, weiterhin als Ratgeberin, Helferin und Stütze im Ortsverein und der Partei zu wirken", sicherte Bangert zu . Man wolle die Potenziale der erfahrenen Generation fördern und stärken, wobei man um deren Bereitschaft wisse, sich ehrenamtlich in die Parteiarbeit und die Ausgestaltung der örtlichen Gemeinschaft und des gesellschaftlichen Miteinanders einzubringen. Bangert dankte allen, die die Arbeitsgemeinschaft in den vergangenen 15 Jahren unterstützt und getragen haben. Neben Masseck und Dember sei dies insbesondere Irene Becker, die seit der Gründung als stellvertretende Sprecherin fungiere. Mit Hilde Beck, Irmgard Eg, Günter Gumpert und Hans-Jürgen Moser, der bei der Gründung Ortsvereinsvorsitzender war, seien Mitglieder der ersten Stunde bis heute präsent. Bangert dankte für die stets reibungslose, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit Vorstand und Vorsitzenden und wünschte seiner Arbeitsgemeinschaft als belebendes Element des Ortsvereins eine gute und erfolgreiche Zukunft.

Lothar Binding zeigte sich beeindruckt von der Leistungsbilanz. Als Bundesvorsitzender sei er in Deutschland viel unterwegs, diese Vielfalt und Breite an Aktivitäten sei aber beispielhaft und einmalig. Man spüre, dass die Laudenbacher Arbeitsgemeinschaft, wie auch der Ortsvrein insgesamt, eine funktionierende Gemeinschaft sei, in der das Miteinander gepflegt werde. Binding beleuchtete die Parteigeschichte von den Sozialistengesetzen über die Genehmigung der Kriegskredite für den 1. Weltkrieg, die Präsidentschaft Friedrich Eberts, den Weg in die Nazidiktatur und den 2. Weltkrieg, die Gründung der Bundesrepublik, die programmatische Neuorientierung von Godesberg, die Kanzlerschaften von Willy Brandt und Helmut Schmidt, die Zeit der Kanzlerschaft von Helmut Kohl, der 1998 von Gerhard Schröder nach einem fulminanten Wahlsieg abgelöst wurde. Als man die Bundestagswahl 2005 knapp verloren habe, sei dies der Beginn einer Krise gewesen, von der er hoffe, dass man sie bald überwinden könne.

Gerhard Kleinböck berichtete von den Haushaltsberatungen im Stuttgarter Landtag. Hier verfolge man insbesondere das große Ziel der Gebührenfreiheit in der frühkindlichen Bildung, um die immer noch bestehende Verbindung der familiären Herkunft und des Bildungserfolges korrigieren zu können. Aktuell freute er sich, dass die Fraktion der AfD zwei weitere Mitglieder verloren habe und damit die SPD künftig wieder stärkste Oppositionspartei sei. Der mit großem Beifall empfangene Benjamin Köpfle erinnerte an den neunwöchigen sehr intensiven Wahlkampf und dankte für die erfahrene Unterstützung, die das Ziel verfolge, dass im Februar frischer Wind in das Rathaus einziehe.

Anschließend nahmen die Ortsvereinsvorsitzende Vanessa Bausch, die Fraktionsvorsitzende Ulli Schweizer und 60plus-Sprecher Herbert Bangert die Ehrungen langjähriger Mitglieder vor. Für 10 Jahre waren Otto Gottlieb und Marcel Mahnhardt, für 15 Jahre Ingrid Moser, Ulrike Schweizer, Bernhard Eg, Maren Deringer-Littau und Chrstoph Schulz, für 20 Jahre Monika Bacher, für 25 Jahre Beate Bangert, Wolfgang Beck, Irmtraud und Klaus Süß, Reinhard Berger, Fred Kuhn und Petra Löffler, für 30 Jahre Edith Stockmann, für 35 Jahre Armin Kast, Robert Müller und Luise Raab, für 40 Jahre Berthold Scheuermann und für 50 Jahre Kai Brudermann und Gisela Wallace mit Urkunden und Präsenten auszuzeichnen. Im geselligen Teil wurden eine von Sven Olthoff zusammengestellte Bildershow über das Ortsvereinsgeschehen der letzten zwölf Monate gezeigt und Bernd Hauptfleisch sang mit Gitarrenbegleitung einige Lieder.

 
 

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