... aus der Arbeitsgemeinschaft 60 plus

Auf den Spuren des Kurfürsten Carl Theodor und zeitgemäßer Stadtpolitik

SPD-AG 60 plus besuchte Schwetzingen / Empfang im  Rathaus und Spargelessen

LAUDENBACH. Es war eine rundherum gelungene Exkursion der Arbeitsgemeinschaft 60 plus des SPD-Ortsvereins, die diese in die Spargelstadt Schwetzingen führte, wo man zunächst auf den Spuren des Kurfürsten in dessen ehemaliger Sommerresidenz wandelte, ehe man im Ratssaal des benachbarten Rathauses empfangen wurde und schließlich den Tag bei herrlichem Frühsommerwetter in einem lauschigen Biergarten unmittelbar bei Schloss und Rathaus mit einem vielfältigen Spargelangebot beschloss. Der Besuch ging zurück auf eine Einladung des 60 plus-Kreisvorsitzenden Norbert Theobald, der im Rahmen der Jahresabschlussfeier seiner Parteifreunde von deren regelmäßigen Unternehmungen erfuhr und hierbei vorschlug, auch einmal seine Heimatstadt Schwetzingen zu besuchen. Selbstverständlich wurde dieser Gedanke aufgegriffen, zumal Schwetzingen in diesem Jahr das Jubiläum "350 Jahre Spargelanbau" feiert und mit Matthias Steffan ein ehemaliger Kollege des AG-Sprechers Herbert Bangert seit zwei Jahren im Rathaus als Erster Bürgermeister fungiert.

Norbert Theobald erwartete die Laudenbacher am Bahnhof, um ihnen zunächst auf dem Vorplatz anhand zahlreicher Schautafeln wichtige Ereignisse und Persönlichkeiten der Stadtgeschichte zu vermitteln, ehe man die Carl-Theodor-Straße, die eine Sichtachse vom Schwetzinger zum Heidelberger Schloss bildet, zum Schlossplatz wandelte. Dort nahm man zwei Skulpturen in Augenschein. Auf der einen Seite die Spargelfrau von Franz Müller-Steinfurth und auf der anderen Seite das "Glücksschwein" von Peter Lenk, das den leichtbekleideten Kurfürsten Carl Theodor mit einer Mätresse auf einer Sau reitend darstellt. Weiter ging es in den Schlossgarten, der durch seine Verbindung geometrischen und landschaftlichen Stils ein Meisterwerk europäischer Gartenkunst darstellt. Das Zusammenspiel der Parkanlage, der Architektur und der zahlreichen Skulpturen, für die Nicolas de Pigage mit dem Hofbildhauer Peter Anton von Verschaffelt ein Figurenprogramm erarbeitet hatte, macht den Schlossgarten zu einer der am besten erhaltenen Gartenschöpfungen des 18 Jahrhunderts. Theobald führte die Gruppe in den westlichen Teil der Anlage vorbei am nördlichen Zirkelbau mit dem bekannten Rokokotheater, wo derzeit wieder die Festspiele des SWR stattfinden und entlang der rezvollen Lindenallee zur neuen Orangerie, wo die zahlreichen Kübelpflanzen überwintern, aber auch Ausstellungen stattfinden. Naturtheater mit Apollotempel, bei dem die mit Sonnensymbolen in Form vergoldeter Reliefs in den Geländern Apoll als Gott des Lichtes darstellen und die nicht weit davon entfernte  Badhausanlage waren weitere Stationen. Die von Pigage erbaute Badhausanlage stellt den von Carl Theodor gewünschten "Garten im Garten" dar, der durch Mauern und Hecken abgetrennt wurde. Die Anlage war nicht nur Badhaus, sondern mit Schlaf- und Ruhezimmer auch Lustschloss des Kurfürsten. Vorbei am langgestreckten Laubengang, dem "Ende der Welt" und dem  römischen Wasserkastell steuerte man den englischen Garten an, der in bewusster Abkehr vom Absolutismus französischer Prägung entstand und eine der ersten Anlagen in diesem neuen Stil darstellt. Gerade die außergewöhnliche Kombination gegensätzlicher, jeweils reich ausgestalteter Gartenstile, trägt zur besonderen Ausstrahlung der Anlage bei.


Teilnehmer der AG 60plus im Schlossgarten Schwetzingen

Nach rund eineinhalbstündigem Rundgang durch den Park ging es zum benachbarten Rathaus, wo der Erste Bürgermeister der Stadt, Matthias Steffan, die Gruppe sehr herzlich im Ratssaal begrüßte und in seiner persönlichen Vorstellung an seine 18-jährige Zeit im Mannheimer Rathaus erinnerte. Er würdigte die sehr sachbezogene Arbeit des Schwetzinger Gemeinderates, in dem die Freien Wähler die stärkste Fraktion darstellen. Ein großes Thema in der Stadt sei die städtebauliche Entwicklung. Der neu gestaltete Schlossplatz habe eine hohe Aufenthaltsqualität und sei mit einer städtebaulichen Auszeichnung gewürdigt worden. Man habe sich mit miliärischen und industriellen Konversionsflächen zu beschäftigen und wie in allen Kommunen sei die Zuwanderung ein Thema, die aber in Schwetzingen nach dem Grundsatz "fördern und fordern" letztlich unproblematisch laufe, wobei man aber auch darauf achte, dass die Prinzipien des Rechsstaates eingehalten werden. Steffan beleuchtete die Bedeutung von Schloss und Schlossgarten als touristische Ziele, die jährlich rund 700.000 Besucher anzögen und durch die Sekundäreffekte für Hotellerie, Gastronomie und Handel auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor seien. Er unterstrich den Stellenwert des Spargelanbaus, der seit 350 Jahren dokumentiert sei, stellte die sieben Partnerstädte und die Galerie der Oberbürgermeister anhand der Bilder im Saal vor und sah seine Stadt, die 23.000 Einwohner zähle und seit 1993 große Kreisstadt sei, als attraktives Mittelzentrum für die Zukunft gut augestellt. Herbert Bangert dankte Steffan für den freundlichen und großzügigen Empfang mit einem Weinpräsent und erinnerte auch seinerseits an die gemeinsame Zeit in der Mannheimer Verwaltung. Hier habe er Steffan stets als aufstrebenden Nachwuchsbeamten wahrgenommen und sei sich sicher gewesen, dass er seinen Weg erfolgreich gehen werde.


Teilnehmer der AG 60plus im Rathaus Schwetzingen mit Erstem Bürgermeister Matthias Steffan


Schließlich steuerte man den Biergarten eines bekannten Lokals an, schlemmte dort Spargelgerichte und Herbert Bangert wurde nach dem neuerlichen Erleben eines jungen Bürgermeisters der "Mannheimer Schule" - im August hatte man bereits Stefan Schmutz in Ladenburg besucht -  gefragt, ob er denn nicht auch für Laudenbach ein solch tolles Angebot habe. Der abschließende Dank galt Norbert Theobald für dessen Führung und Begelitung, ehe man mit vielen positiven Eindrücken wieder den Bahnhof  zur Heimfahrt ansteuerte.


 

 

SPD-AG 60plus besucht Schwetzingen


Spargeldenkmal Schwetzingen

LAUDENBACH - Auf Einladung des Kreisvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft 60 plus, Norbert Theobald, besucht die örtliche SPD-Arbeitsgemeinschaft am Montag, 7. Mai, die Spargelstadt Schwetzingen. Die Anfahrt erfolgt  mit der Bahn (Abfahrt 13.41 Uhr). Um 15 Uhr erwartet Norbert Theobald seine Parteifreunde am Schlosseingang und führt sie durch den bekannten Schlosspark.

Um 16.30 Uhr steuert die Gruppe das Rathaus an. Der Erste Bürgermeister der Stadt, Matthias Steffan, ein früherer Kollege des AG-Sprechers Herbert Bangert im Mannheimer Rathaus, empfängt die Mitfahrenden im Ratssaal und stellt Schwetzingen aus der Insidersicht vor. Anschließend besucht man ein Lokal in unmittelbarer Nachbarschaft des Rathauses zu einem Spargelessen, ehe man wieder die Heimreise per Bahn antritt.

Selbstverständlich kann die Anfahrt auch mit dem PKW erfolgen. Anmeldungen werden an Herbert Bangert (Tel. 06201-75575) erbeten. 


 

 

"Ihr Geschäft ist auch unser Geschäft" - SPD-AG 60plus besuchte das Klärwerk des Abwasserverbandes


Die AG 60plus beim Besuch des Klärwerks Weinheim

LAUDENBACH. Es war im neuen Jahr die erste Exkursion nach mehreren Diskussionsabenden der rührigen SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus: per Fahrrad und mit einem PKW steuerte man die Kläranlage des Abwasserverbandes Bergstraße in Weinheim an und erlebte dort höchst informative zwei Stunden bei einer eingehenden Führung mit Klärmeister Manuel Ritter, der einst als einer der jüngsten Klärmeister in Deutschland mit 22 Jahren seinen Meisterbrief erhielt und dem man anmerkte, dass er seinen Beruf lebt und liebt.

"Wir kümmern uns um jeden Scheiß", war auf seiner Jacke zu lesen, gemeinsam mit "Ihr Geschäft ist auch unser Geschäft" einer der treffend beschreibenden Leitsätze des Verbandes, der im vergangenen Jahr sein 40-jähriges Bestehen feierte. Der Verband ist ein Musterbeispiel interkommunaler und länderübergreifender Zusammenarbeit. Ihm gehören neben Weinheim auf baden-württembergischer Seite Hemsbach, Hirschberg und Laudenbach und aus Hessen Viernheim, Birkenau Gorxheimertal und Oberlaudenbach an.

In seiner Begrüßung im Vortragssaal führte Ritter aus, dass der Verband einen Personalstand von 52 Mitarbeitern von Handwerkern über Abwassertechniker bis zu Ingenieuren und damit ein breites Portfolio ausweise. Mit seinen acht Verbandmitgliedern decke er ein Gebiert von über 200 qkm mit rund 130.000 Einwohnern ab, wobei man durch die Zuleitungen von Industriebetrieben auf einen Einwohnerwert von 180.000 bis 200.000 komme.

Neben der originären Aufgabe der Abwasserreinigung betreibe das Klärwerk eine beispielhafte, nachhaltige Energieversorgung. Durch die Nutzung des Klärgases über Blockheizkraftwerke und eine eigene Photovoltaikanlage könne man nicht nur die eigene Stromversorgung sicherstellen, sondern man erzeuge eine Überkapazität von über 160 Prozent des Eigenbedarfs. Die Kläranlage sei eine der besten in Baden-Württemberg, dennoch müsse man sich mit aktuellen Herausforderungen durch Spurenrückstände, veruracht unter anderem durch Medikamente und Hormone auseinandersetzen, die noch einer Lösung bedürften, wobei hier unterschiedliche Methoden greifen könnten.

Mit einem sehr anschaulichen von Schülern produzierten Film wurde der Wasserkreislauf und der tägliche Wasserverbrauch von 127 Litern/Person vor Augen geführt und das Verfahren von Zuleitungssystem und Reinigung bis zur Abgabe in den Vorfluter Weschnitz erläutert. Die stufenweise Klärung erfolge zunächst mechanisch durch die Rechenanlage, den belüfteten Sandfang und die Vorklärbecken. Die anschließende biologische Reinigung wird durch Kleinlebewesen vollzogen.

Der anschließende Rundgang begann in der rund um die Uhr besetzten Zentralleitwarte, in der auch die Pumpwerke der Mitgliedsgemeinden überwacht werden, ehe man den Klärprozess von der Hebung durch Schneckenpumpen über Rechenanlage, Sandfang, Vorklär-, Belebungs- und Nachklärbecken und die Anlagen zur Stromerzeugung von den Faultürmen über die Gasspeicher bis zu den Blockheizkraftwerken in Augenschein nahm. Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft, Herbert Bangert, dankte am Ende des Rundgangs Manuel Ritter für dessen überaus sachkundige und lebendige Führung und überreichte ein Weinpräsent, ehe die Gruppe bei einem Nachtreffen in der "Bergstraßenhalle" Gesehenes und Gehörtes diskutierte und weiter vertiefte.


 

 

Sprechergremium der SPD-AG 60 plus einstimmig gewählt


Die Sprecher der AG 60Plus Laudenbach

LAUDENBACH - Das Monatstreffen der Arbeitsgemeinschaft 60 plus innerhalb des SPD-Ortsvereins war erneut hervorragend besucht. Nach einem Rückblick auf das letzte Treffen mit dem Kreisvorsitzenden Norbert Theobald und die großartige Veranstaltung zum internationalen Frauentag führte Sprecher Herbert Bangert aus, dass man im Vorfeld der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins am 11. April das Sprechergremium neu wählen müsse.

Er bedauerte, dass sein Stellvertreter Gerd Dember, der die Arbeitsgemeinschaft nach dem Wegzug von Christel Masseck auch übergangsweise geleitet hatte, aus familiären Gründen nicht mehr zur Verfügung stehe und dankte ihm für seinen langjährigen Einsatz. Mit Zustimmung der Anwesenden übertrug er ihm die Wahlleitung. Vor Eintritt in die Wahlhandlung würdigte Dember die beispielhafte Arbeit der Arbeitsgemeinschaft, in die er sich gerne eingebracht habe und er werde auch, soweit ihm das möglich sei, weiterhin deren Veranstaltungen besuchen. Auf seinen Vorschlag wurde Sprecher Herbert Bangert einstimmig bestätigt, als Stellvertreter wurden Irene Becker und Hans-Jürgen Moser einstimmig gewählt. Bangert dankte auch namens seiner Stellvertreter für den Vertrauensbeweis und sicherte zu, dass man sich auch weiterhin bemühen werde, ein belebendes und unterstützendes Element im Ortsverein zu sein.

Anschließend setzte er sich zunächst mit der Berichterstattung im Gemeindemitteilungsblatt über die Gemeinderatsitzung vom 23. Februar auseinander, die bei ihm Kopfschüttel ausgelöst habe. Wenn der Bürgermeister dort auf eine Anfrage eines Anwohners ausführe, dass es wegen der notwendigen Fristeinhaltung nicht möglich gewesen sei, den Ausschuss für Dorfentwicklung zum Thema "evangelisches Gemeindezentrum" zu beteiligen und zusätzlich bemerke, dass dieser Ausschuss mit der Sache nichts zu tun habe, könne er sich nur noch wundern. Wenn es gelinge, den Gemeinderat fristgemäß einzuladen, müsse dies auch für den Ausschuss möglich sein, zumal dieser auch für diesen Tagesordnungspunkt in den Gemeinderat hätte zugeladen werden können. Wenn gar die Zuständigkeit verneint wird, frage er sich, was der Bürgermeister dort überhaupt noch behandeln wolle. Die Neugestaltung des Kirchenumfeldes sei die erste große Dorfentwicklungsmaßnahme überhaupt gewesen. Wenn dort jetzt Änderungen erfolgen sollten, sei für ihn unzweifelhaft der Dorfentwicklungsausschuss zu beteiligen.

In der gleichen Sitzung habe der Bürgermeister die Dauerbaustelle auf der B 3 angesprochen. Da die Gemeinde dort nicht Bauherr sei, seien ihr leider "die Hände gebunden". Auch mit gebundenen Händen hätte die Gemeinde beim Regierungspräsidium regelmäßig vorstellig werden und das untragbare Baustellenmanagement kritisieren können. Auch wenn er einen Beweis schuldig bleiben müsse, so sei er sich sicher, so Bangert, dass Vergleichbares in der Amtszeit von Fritz Kaiser nicht passiert wäre.

Auf das Ergebnis des Mitgliederentscheids eingehend, führte Bangert aus, dass dies für ihn keine Überraschung dargestellt habe, weil sich die SPD immer zur staatspolitischen Verantwortung bekannt habe. Er skizzierte nochmals den schwierigen Weg von der Wahlnacht bis zum Abschluss der Koalitionsverhandlungen und sah im Koalitionsvertrag viel SPD-Programmatik verwirklicht. In Koalition und Kabinett gelte es jetzt, das Profil zu erhalten, weiter zu schärfen und gleichzeitig die Erneuerung der Partei anzugehen. Nachdem er noch seine persönliche Sicht über die Ministerbesetzungen dargestellt hatte, galten Worte des Dankes und der Anerkennung Martin Schulz, der einen überaus engagierten Wahlkampf geführt habe. Dessen jetziges Schicksal mit dem Fall aus dem Amt des Präsidenten des Europäischen Parlamentes und Parteivorsitzenden zum einfachen Bundestagsabgeordneten stelle sich ihm als politische und menschliche Tragödie dar, auch  wenn Schulz in den letzten Monaten teilweise unglücklich und vorschnell agiert habe. Hierbei frage er sich allerdings: wo waren dort die Berater?

Die Ausführungen wurden im Anschluss sehr rege diskutiert und das Mitgliedervotum begrüßt.  Weiter wurde die Rolle des früheren Parteivorsitzenden und Außenministers Sigmar Gabriel durchleuchtet. Sicherlich müsse man die Arbeit von Koalition und Regierung aufmerksam verfolgen, es gelte jetzt aber auch, die im kommenden Jahr anstehende Kommunalwahl in den Blick zu nehmen und der Bürgerschaft attraktive Kandidaten und ein zukunftsweisendes Programm anzubieten, wurde gefordert.


 

 

SPD-AG 60 plus: Monatstreffen mit Neuwahlen

LAUDENBACH. Die Arbeitsgemeinschaft 60 plus innerhalb des SPD-Ortsvereins lädt für Montag, 12. März, 19 Uhr in den Sitzungsraum des Georg-Bickel-Hauses zu ihrem nächsten Monatstreffen ein.

Im Vorfeld der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins im April ist zunächst das Sprechergremium der Arbeitsgemeinschaft neu zu wählen. Im Anschluss befasst man sich mit dem Ergebnis der Mitgliederbefragung zur "großen Koalition", die bereits ausführlich beim Monatstreffen im Februar diskutiert worden war. Interessierte Gäste sind herzlich willkommen.


 

 

Eine klare Tendenz für eine Große Koalition - SPD-AG 60 plus diskutierte mit dem Kreisvorsitzenden Norbert Theobald

LAUDENBACH. Eigentlich wollte die örtliche Arbeitsgemeinschaft 60 plus innerhalb des SPD-Ortsvereins mit dem im vergangenen Jahr neu gewählten Kreisvorsitzenden Norbert Theobald gegenseitige Erwartungen austauschen, sich über gemeinsame Ziele und Veranstaltungen verständigen und damit organisatorische Weichenstellungen vornehmen.

Die Berliner "Chaostage" aber hatten bei den Mitgliedern das Bedürfnis geweckt, die bundespolitische Situation zu diskutieren, zumal Theobald als Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Lothar Binding, der an den Verhandlungen zur Finanzpolitik beteiligt war, sich sehr gut informiert zeigte. Der frühere Ortsvereinsvorsitzende und Awo-Hausherr Hans-Jürgen Moser begrüßte für den erkrankten AG-Sprecher Herbert Bangert eine stattliche Zahl von Mitgliedern und bat Theobald, seine Sicht im Vorfeld der Mitgliederbefragung pro oder contra "Große Koalition" darzulegen. Theobald machte deutlich, dass er mit Binding einig sei, dass die SPD in eine große Koaltion eintreten solle. "Ich kann Euch deshalb nur dringend empfehlen, bei der Mitgliederbefragung für die GroKo zu stimmen." Hierbei sei zu berücksichtigen, dass es den Verhandlern der SPD gelungen sei, in den Entwurf des Koalitionsvertrags einen Großteil sozialdemokratischer Inhalte wie zum Beispiel in der Gesundheits-, Pflege-, Bildungs- und Arbeitsmarktpoltik zu verankern und die Ressortverteilung überaus beachtlich sei. So werde die SPD als 20-Prozent-Partei künfig neben dem Außen- und Arbeitsministerium insbesondere das Finanzministerium besetzen.

Ohne Zweifel habe die SPD mit ihrem Spitzenpersonal in den letzten Tagen nicht glücklich agiert. Dies gelte auch für den Parteivorsitzenden Martin Schulz, dessen teilweise vorschnelle Aussagen ihn immer wieder eingeholt hätten. Theobald sah keine Alternative zum Eintritt in die große Koalition. Weder eine Minderheitsregierung unter Kanzlerin Angela Merkel, noch Neuwahlen seien eine Alternative für die Sozialdemokratie. Auf die Kampagne der Jungsozialisten gegen eine große Koalition eingehend, kritisierte Theobald, dass man bereit sei, Mitglieder nur kurzfristig für eine Abstimmung gegen die Groko zu binden. Dies sei mit den Prinzipien einer Parteizugehörigkeit, die sich um die dauerhaften Verbsserungen der Lebensverhältnisse der Menschen bemühe, eigentlich nicht vereinbar.

Er sei sich mit Binding einig, so Theobald, dass es der SPD gelingen müsse, sich in der Neuauflage der Koalition stärker zu profilieren und durchaus auch einen Gegenpol zu bilden. Außerdem solle zur Hälfte der Legislaturperiode eine schonungslose Zwischenbilanz gezogen werden. Zwar gab es keine förmliche Abstimmung bei den Anwesenden, aber es zeichnete sich eine eindeutige Tendenz für eine große Koalition ab. Schließlich kündigte Theobald doch noch Organisatorisches an: er sei mit Herbert Bangert im Gespräch, mit den Laudenbachern Genossen im Mai einen Aufenthalt in Schwetzingen mit abschließendem Spargelessen durchzuführen.


 

 

AG 60 plus lädt zur Diskussion

LAUDENBACH - Die Arbeitsgemeinschaft 60 plus innerhalb des SPD-Ortsvereins hat sich in ihrem ersten Monatstreffen mit dem beabsichtigten Jahresprogramm beschäftigt und hierbei zahlreiche Aktivitäten und Themen in den Blick genommen.

Zunächst empfängt man am Rosenmontag, 12. Februar den im vergangenen Jahr neu gewählten Kreisvorsitzenden Norbert Theobald, der auch Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten und Bundesvorsitzenden der AG 60 plus, Lothar Binding, ist.

Ziel der Diskussionsrunde wird es sein, die gegenseitigen Erwartungen auszutauschen und eventuelle gemeinsame Ziele und Veranstaltungen ins Auge zu fassen. Sicherlich kann Theobald auch einige Hintergrundinformationen aus Berlin liefern.

Zu diesem Treffen, das um 19 Uhr im Sitzungsraum der Arbeiterwohlfahrt im Georg-Bickel-Haus stattfindet, sind auch interessierte Gäste herzlich willkommen.   


 

 

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