SPD Laudenbach


 

120 Jahre SPD Laudenbach

Laudenbacher Sozialdemokraten bestehen 120 Jahre - Streifzug durch eine bewegte Geschichte mit beeindruckenden Höhepunkten

 

 

Der SPD-Ortsverein wird in diesem Jahr stolze 120 Jahre alt und ist damit mit weitem Abstand die älteste politische Organisation am Ort.

Seine Geschichte spiegelt in besonderer Weise die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen nicht nur in der Gemeinde, sondern auch in Bund und Land wider. Die Verantwortlichen haben sich zu allen Zeiten zu ihrer Verantwortung bekannt und haben stets - auch in dunkelsten Zeiten deutscher Geschichte - ihren aufrechten Gang bewahrt. Die SPD Laudenbach hat in den 120 Jahren ihres Bestehens ihre politische Arbeit zu allen Zeiten in Achtung vor der Vergangenheit, im Bewusstsein für die großen Aufgaben der Gegenwart und in Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft geleistet. Aufschluss darüber geben die Aufzeichnungen in den seit 1914 vorhandenen Aufzeichnungen in den Protokollbüchern.

Dass die Genossen ihr Gründungsjahr kennen, verdanken sie Edgar Giegrich, dem jüngeren Bruder des früheren Schriftführers Valentin Giegrich. Dieser hatte 1988 bei der Feier des 125-jährigen Parteijubiläums gelesen, dass dem Ortsverein alle Unterlagen vor dem Zweiten Weltkrieg fehlten und daraufhin im Nachlass seines vermissten Bruders das Protokollbuch der Jahre 1914 bis 1933 gefunden, in dem mehrfach von den Vorbereitungen des 25-jährigen Bestehens 1926 berichtet wird. Ein weiterer Beleg findet sich im Gemeinderatsprotokoll vom 7. Mai 1926, in dem ausgeführt wird, dass sich der Gemeinderat am Festzug der Sozialdemokratischen Partei am 9. Mai 1926 beteiligt. Als einziges Gründungsmitglied ist Xaver Reithmeier bekannt, der 1955 in einem Protokoll als Gründungsmitglied begrüßt wurde. 

Aktivitäten der Arbeiterbewegung gab es aber deutlich vor der Ortsvereinsgründung bereits im 19. Jahrhundert. Der verstorbene Heimatforscher Hans Frieß, auch Verfasser des Laudenbacher Geschichts- und Heimatbuchs, hat auf Bitten des Ortsvereins, als man noch dem Gründungsjahr nachspürte,  in den 80er Jahren einige Dokumente im Generallandesarchiv ausfindig gemacht, die dies zweifelsfrei belegen. So fanden selbst zu Zeiten der Sozialistengesetze Versammlungen in Laudenbach statt. Bei den Dokumenten handelt es sich im Wesentlichen um Meldungen der Gendarmerien an die Obrigkeit.